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| 20:10 Uhr

Fußball und Boule statt Tennis

Bergweiler. "Tennis spiele ich am liebsten, Basketball mag ich aber auch. Und Fußball natürlich", erzählt der sechsjährige Noah-Jannis aus Bergweiler. Daher findet er die Idee mit dem Umbau klasse: "Jetzt kann ich das alles hier spielen

Bergweiler. "Tennis spiele ich am liebsten, Basketball mag ich aber auch. Und Fußball natürlich", erzählt der sechsjährige Noah-Jannis aus Bergweiler. Daher findet er die Idee mit dem Umbau klasse: "Jetzt kann ich das alles hier spielen." In seinem Heimatort Bergweiler wurde einer der vier Tennis-Plätze des örtlichen Tennisclubs offiziell einer neuen Bestimmung übergeben: Wo früher ausschließlich gelbe Filzkugeln über und in die Netze flogen, wird ab sofort Fußball, Basketball oder Volleyball gespielt. Acht Tage lang werkelten Arbeiter, dann war aus dem Tennisplatz ein Multifunktionsfeld geworden (siehe Auf einen Blick). Den TC Blau-Weiß Sotzweiler-Bergweiler hat das nichts gekostet - außer im Vorfeld Mitglieder. Weil in dem vor 32 Jahren gegründeten Verein die Mitgliederzahlen sinken und daher weniger gespielt wird, werden zwei der vier Plätze umgebaut. "Wir hatten in den Hoch-Zeiten 120 bis 130 Mitglieder, davon waren etwa 50 Prozent Kinder und Jugendliche", erzählt Toni Klesen, Vorsitzender der Blau-Weißen. Damals ließ der Verein die Plätze drei und vier bauen. Nun, da nur noch 55 Mitglieder im TC sind, werden die aber nicht mehr gebraucht. "Wir haben seit Jahren Spielgemeinschaften. Eine Zeitlang mit Hasborn, jetzt mit Dörsdorf. Uns reichen die beiden übrigen Plätze für den Spielbetrieb aus", sagt Klesen. Verantwortlich für die rückläufigen Mitgliederzahlen in seinem Verein ist vor allem der demografische Wandel, sagt der Vorsitzende des TC Sotzweiler-Bergweiler: "Es geht ja nicht nur uns so. Fast alle Vereine haben doch heutzutage Probleme beim Gewinnen von Nachwuchs." Wenn auch vielleicht nicht ganz so heftig. Weit mehr als ein Drittel seiner Mitglieder hat der Saarländische Tennisbund (STB) seit den 80er- Jahren verloren. Von einstmals 45 000 ging es saarlandweit hinunter auf 28 000. Für STB-Präsident Paul Hans ist das allerdings auch ein Gesundschrumpfen: "Nach dem Ende des Booms sind viele, die damals kamen, weil Tennis "in" war, wieder ausgetreten. Das waren aber oft auch Leute, die den sportlichen Aspekt eher gering schätzten."Von der sportlichen Warte aus betrachtet sei festzuhalten, "dass wir eine gute Basis und eine gute Struktur in den Vereinen haben. Wir sind für die Zukunft gerüstet". Daher sieht der STB-Präsident die landesweite Umbau-Aktion ausgewählter Tennisplätze auch positiv: "Durch die räumliche Nähe wird ja auch Kontakt aufgebaut. Vielleicht kommt dadurch der eine oder andere Jugendliche auf den Geschmack und probiert mal Tennis aus." Toni Klesen vom TC Blau-Weiß plant derweil schon den nächsten Umbau: "Den anderen Platz bauen wir zu einem Bouleplatz um. Ein paar Bretter und ein paar Halterungen, dazu etwas von dem ganz feinen Kies, mehr braucht es dazu nicht." tog

Auf einen BlickFinanziert wurde der rund 8000 Euro teure Umbau vom Tennis- zum Bolzplatz von der Stiftung für Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank. Gemeinsam mit dem Saarländischen Tennisbund und "Wir im Verein mit Dir" fördert die Stiftung an ausgesuchten Orten solche Maßnahmen. 150 000 Euro fließen in den kommenden fünf Jahren über die Stiftung in ähnliche Projekte wie dem in Bergweiler. tog