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Kommentar
Für parteipolitische Spielchen ungeeignet

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Umweltschäden sind ein Angriff auf den Lebensraum des Menschen. Man muss sie ernst nehmen und bekämpfen. Für Panikmache aber gibt es keinen Grund. Die Wissenschaft stuft die erhöhten PCB-Werte in den Flüssen als weitgehend unbedenklich für den Menschen ein.

Experten sehen zudem keine Gefahr für das Trinkwasser. Manch’ einer wird das anzweifeln, aber sollte nicht den Teufel an die Wand malen. Sollte dem Bergbaukonzern RAG auch nur ein wenig an der Zustimmung der Bürger zu den Plänen für einen Grubenwasser-Anstieg gelegen sein, wäre er eiligst um eine Lösung bemüht. Das scheint bislang nicht so. Dass die Grünen SPD-Umweltminister Jost jetzt Tatenlosigkeit oder gar Unterlassung vorwerfen, ist dreist: Zu Jamaika-Zeiten saßen sie selbst im Umweltministerium – und das PCB-Problem war bekannt! Es drängt sich einmal mehr der Verdacht auf, dass das Thema Grubenwasser für parteipolitische Spielchen missbraucht wird. Nicht nur von den Grünen.