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Für Gerlinde Minas läuft Erziehung über Beziehung

30 Jahre hat Gerlinde Minas, 63, den Kindergarten Maria Heimsuchung in Wadgassen geleitet. Jetzt ging sie in den Ruhestand. SZ-Redakteur Johannes Werres fragte sie nach Eindrücken aus den drei Jahrzehnten. we

Frau Minas, war Kindergärtnerin Ihr Traumberuf?

Minas: Ja, es war mein Wunschberuf. Ganz bewusst. Ich habe mit 19 Jahren eine Fachschule in Köln besucht und als ausgebildete Kindergärtnerin verlassen. Danach habe ich in einem sozialen Brennpunkt in Köln gearbeitet. Nächste Station war wieder in der Heimat, im Kindergarten Maria Heimsuchung in Wadgassen - und da bin ich geblieben.

Nach 30 Jahren Leitung eines Kindergartens: Was ist heute anders als damals?

Minas: Anfangs spürte man noch die Ausläufer der 68er. Aber wichtiger noch ist, dass wir damals den Rahmen unserer Arbeit selbst gesetzt haben. Inzwischen ist die Arbeit viel strukturierter, es gibt ein saarländisches Bildungsprogramm, das den Rahmen setzt. Und in den vergangenen Jahren haben wir und als katholischer Kindergarten an einem QM-Prozess beteiligt, der wertorientiert ist.

Das heißt?

Minas: Das heißt, es gibt ein Leitbild der Einrichtung. Es lautet "Kinder sind ein kostbarer Schatz, dem wir Boden und Raum zum Wachsen und Entfalten bereiten." Der Kindergarten vermittelt Werte wie Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit oder Glaube.

Haben sich die Kinder in den vergangenen 30 Jahren verändert? Oder sind Kinder einfach Kinder geblieben?

Minas: Kinder sind wie früher, da ist kein Unterschied. Außer, dass sie heute früher in eine Krippe kommen.

Wer vor 30 Jahren im Kindergarten klar kam, würde es also auch heute?

Minas: Ja. Erziehung läuft über Beziehung. Wer vor 30 Jahren Beziehungen zu Kindern aufbauen konnte, kann das bei den Kindern heute genauso.

Sie gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, haben Sie gesagt. Warum lachend?

Minas: Weil ich jetzt meine Zeit einfach so einteilen kann, wie ich das möchte. Da freue ich mich richtig drauf.

Zum Thema:

Auf einen BlickDer katholische Kindergarten Maria Heimsuchung in Wadgassen ist in Trägerschaft der Pfarrei. Er hält 80 Plätze für Teilzeit-, 25 Plätze für Ganztagsbetreuung und fünf Krippenplätze vor. Die Einrichtung auf dem Glockenberg wird derzeit für 1,3 Millionen Euro umgebaut. Gerlinde Minas, die den Kindergarten 30 Jahre leitete, unterstreicht, dass die Einrichtung "tief verwurzelt ist in der Kirchengemeinde und sich in ihr engagiert". Es gibt auch einen aktiven Förderverein. we