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Frisches Popcorn für die Filmfans

Wer kann da schon „Nein“ sagen? Sina Lang sorgte als unermüdliche Popcorn-Lieferantin dafür, dass sich beim Kirkeler Sommernachtskino niemand um den Nachschub der lebenswichtigen Kino-Knabberei Sorgen machen musste. Fotos: Thorsten Wolf
Wer kann da schon „Nein“ sagen? Sina Lang sorgte als unermüdliche Popcorn-Lieferantin dafür, dass sich beim Kirkeler Sommernachtskino niemand um den Nachschub der lebenswichtigen Kino-Knabberei Sorgen machen musste. Fotos: Thorsten Wolf
Kirkel. Die Veranstalter hatten nichts dem Zufall überlassen: Mit einem spannenden Fantasy-Film (der „Hobbit“ von Regisseur Peter Jackson), einer beeindruckenden Kulisse und jeder Menge Leckereien zog das Open-Air-Kino mehr als 200 Zuschauer an die Kirkeler Burg. Von SZ-MitarbeiterThorsten Wolf

Bequem sitzen Stefan Honecker und seine Freundin Christine in ihren eigens mitgebrachten Campingstühlen. Die beiden haben sich einen echten Logenplatz beim Sommernachtskino am Samstagabend auf der Kirkeler Burg ergattert, von der großen Bühne am Rand des Burggrabens aus wollen die beiden der abenteuerlichen Geschichte von Tolkiens "Hobbit" Bilbo Beutlin folgen.

"Man schaut ein bisschen schräg auf die Leinwand, aber es geht gut", lacht Honecker, während das Team des Kino-Kultur-Mobils zu Einstimmung auf den Abend schon mal ein Live-Konzert von Bon Jovi auf die Leinwand wirft. Es ist 21.30 Uhr, alles ist gut, die Sitzplätze im Burggraben sind gut gefüllt, ein bisschen Luft für spätentschlossene Open-Air-Kino-Fans gibt es aber noch. Für den Kirkeler Stefan Honecker selbst ist der Samstag eine Premiere, noch nie zuvor war er beim Sommernachtskino. Was hat ihn in diesem Jahr überzeugt? "Die Atmosphäre, das gute Wetter und natürlich der Film." Den hat Honecker zwar schon vor einem halben Jahr zum ersten Mal gesehen, die Kombination aus Burgruine und Fantasyspektakel aber zieht. "Das passt einfach gut zusammen. Abgesehen davon kann man diesen Film gerne zwei Mal sehen."

Am anderen Ende des Freilicht-Kinosaals am Fuße des großen Burgturms kümmern sich an diesem Abend wieder die Helfer des Förderkreises Kirkeler Burg mit ihrem Vorsitzenden Peter Steffen an der Spitze um das leibliche Wohl der weit über 200 Kino-Fans. Vom Cocktail über Knabberzeug bis hin zu Schwenker, Rostwurst und liebevoll dekorierten Brötchen reicht die Speisekarte. Und natürlich darf auch das wichtigste gastronomische Erkennungszeichen eines schönen Kinoabends nicht fehlen: Popcorn. Das gibt's frisch bei Sina Lang. Bei sommerlichen Temperaturen trotzt sie Fett und Hitze des Popcorn-Ofens - und sorgt bei den Besuchern, gerade den kleinen, für leuchtende Augen. "Ich liebe Popcorn", schwärmt ein kleines Mädchen - so soll es sein.

Und während Stefan Honecker und Freundin Christine auf den Start des Films warten und Sina Lang immer mehr Gäste mit Popcorn glücklich macht, zählt an der Abendkasse Sarah Guthor vom Amt für Kultur und Tourismus mit wachsender Begeisterung die Gäste. Die kommen standesgemäß natürlich über einen roten Teppich - Sommernachtskino auf der Kirkeler Burg hat eben auch Glamour und glänzt nicht nur mit dem Charme historischen Gemäuers. Dann wird es 22 Uhr, der Film startet, Bilbo Beutlin erzählt die Geschichte seiner "unerwarteten Reise" - und Sarah Guthor in einer ruhigen Minute bei einem "Alkoholfreien" die Erfolgsgeschichte des Sommernachtskinos.

Und dass die Impulsgeberin und Organisatorin des Open-Air-Kinos dabei zeitweise übers ganze Gesicht strahlt, hat mehr als diesen einen Grund: Für Guthor enden mit diesem Abend die schönen, aber auch anstrengende Wochen von Mittelaltermarkt, Burgsommer für Schulen, Erlebniswochenende und dem Ferienprogramm des Burgsommers. Und über eben diese Saison 2013 sagt sie: "Die war wirklich sehr, sehr schön."



Wer konnte, der sicherte sich im eigenen Camping-Stuhl einen Logenplatz für den „Hobbit“.
Wer konnte, der sicherte sich im eigenen Camping-Stuhl einen Logenplatz für den „Hobbit“.
Weit über 200 Gäste ließen sich am Samstag das Open-Air-Kino-Spektakel nicht entgehen.
Weit über 200 Gäste ließen sich am Samstag das Open-Air-Kino-Spektakel nicht entgehen.