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Frauenbeauftragte stellt Wahlprogramme auf den Prüfstand

Saarbrücken. Zur Kommunalwahl am 7. Juni hat die Saarbrücker Frauenbeauftragte Petra Messinger die Fraktionen im Stadtrat gefragt, welche frauenpolitischen Weichen die Kommunalpolitik in den nächsten fünf Jahren stellen will. Frauen seien zahlenmäßig in der Mehrheit, doch spiegele sich das nicht in ihrem Einfluss in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wider

Saarbrücken. Zur Kommunalwahl am 7. Juni hat die Saarbrücker Frauenbeauftragte Petra Messinger die Fraktionen im Stadtrat gefragt, welche frauenpolitischen Weichen die Kommunalpolitik in den nächsten fünf Jahren stellen will. Frauen seien zahlenmäßig in der Mehrheit, doch spiegele sich das nicht in ihrem Einfluss in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wider. Nach Podiumsdiskussionen mit den politischen Vertretern am Internationalen Frauentag stellte die Frauenbeauftragte den Fraktionen nun drei exemplarische Fragen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Themen sind Frauen in Führungspositionen in der Landeshauptstadt, die Erhöhung des Frauenanteils in den Fraktionen des Saarbrücker Stadtrates und die Frage, was die Politik unternehmen möchte, um mehr Frauen für die Berufsfeuerwehr Saarbrücken zu gewinnen. Derzeit stehen dort einer Feuerwehrfrau 186 Feuerwehrmänner gegenüber. Um den Anteil von Frauen bei der Berufsfeuerwehr zu erhöhen, schlagen sowohl die CDU-Fraktion als auch Bündnis 90/Die Grünen vor, dass bei Neueinstellungen nicht nur eine Ausbildung in eher technisch-handwerklichen Berufen vorausgesetzt wird, sondern auch Gesundheitsberufe anerkannt werden. Laut CDU sollte besonders in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehren geworben werden, weil dort der Frauenanteil deutlich höher sei als bei der Berufsfeuerwehr. Die SPD-Fraktion empfiehlt, eine öffentliche Veranstaltung mit Städten zu machen, die einen höheren Frauenanteil bei der Berufsfeuerwehr haben, um von deren Erfahrungen zu lernen. Ebenso ist die FDP der Meinung, von den Erfahrungen, die Frauen bei der Polizei und der Bundeswehr machten, zu lernen. So solle jede Frau, die die Voraussetzung für den Beruf der Feuerwehrfrau mitbrächte, diesen auch ausüben können. redAlle Antworten der Parteien im Wortlaut unter www.frauenbuero.saarbruecken.de