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Frau dankt der Polizei für große Hilfe und Freundlichkeit

Friedrichsthal. SZ-Leserin Evelyn Sch. aus Friedrichsthal ist es eine Herzensangelegenheit, den uniformierten Beamten der Polizei-Inspektion Sulzbach zu danken. mh

Weil diese offenbar alles daran gesetzt haben, ihrem Ehemann zu helfen. Dieser sei an Demenz erkrankt, erzählt die 61-jährige Frau. Beim Einkauf neulich sei es ihm in einem kurzen unbeobachteten Moment gelungen, in den Bus Richtung Saarbrücken einzusteigen und damit zu verschwinden. Dabei wurde er gesehen, sodass sich seine Ehefrau sofort in ein Taxi setzte und nach Dudweiler fahren ließ. Dort wollte sie den 82-Jährigen in Empfang nehmen. Wer aber nicht mehr im Bus saß, war er. Also schnell zurück mit Stopp in Sulzbach. "Überall habe ich meinen Mann gesucht", sagt die 61-Jährige, ganz furchtbar sei ihr zumute gewesen. Völlig fertig und resigniert suchte Evelin Sch. schließlich die Polizei-Inspektion in der Gärtnerstraße auf. "Die Polizisten waren so freundlich und haben mich beruhigt", sagt unsere Leserin. Und sofort hätten sie alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihren Mann zu finden. Im Sulzbacher Krankenhaus hätten sie angerufen, bei der Bahn, bei den Saartal-Linien, als sie plötzlich über Funk den entscheidenden Hinweis erhielten.

Senior saß im Eiscafé

Der demenzkranke Senior saß wohlbehalten in einem Sulzbacher Eiscafé. Zu guter Letzt, sagt die Ehefrau, hätten Polizisten sie beide auch noch nach Hause gefahren. Ein Geschenk wollten sie nicht annehmen, fügt die Frau aus Friedrichsthal noch hinzu. Und deshalb wäre es schön, wenn die Inspektion mal öffentlich gelobt werden könnte. Was hiermit gern geschehen ist.

Ob die Polizei in unserer älter werdenden Gesellschaft mit der Suche nach verschwundenen Menschen immer öfter konfrontiert wird, wollten wir gestern beim Anruf im Saarbrücker Landespolizeipräsidium wissen. Ein Sprecher erklärte, dass es diesbezüglich keine Statistik gebe. Man könne das weder bejahen noch in Abrede stellen.