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Landespolitik
Landesvorstand der Linken nimmt Fraktionslose Ensch-Engel auf

Saarbrücken. Der Landesvorstand der Linken hat am Mittwoch die fraktionslose Landtagsabgeordnete Dagmar Ensch-Engel einstimmig als „kooptiertes Mitglied“ aufgenommen. Von Johannes Schleuning
Johannes Schleuning

Ensch-Engel war nach parteiinternen Querelen im August 2018 aus der Linken-Fraktion im Landtag ausgetreten, aber Parteimitglied geblieben. „Dass wir mit diesem Schritt auch eine erfahrene ‚landespolitische Sprecherin für Umwelt‘, die sich kreisweite auch stark im gesundheitspolitischen Bereich engagiert, hinzugewonnen haben, ist umso erfreulicher“, erklärte der stellvertretende Linken-Landesvorsitzende Andreas Neumann zur Aufnahme Ensch-Engels. Die 63-Jährige gehört dem Linken-Kreisverband Merzig-Wadern an und war früher landespolitische Sprecherin für Umwelt der Linken-Landtagsfraktion.


Ensch-Engel gilt als Unterstützerin des Linken-Lagers um Neumann und den saarländischen Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze, der sich mit der Fraktion überworfen hat und im Landesverband den Gegenpol von Oskar Lafontaine darstellt. Die Wahl Ensch-Engels in den Landesvorstand dürfte innerparteilich als Affront verstanden werden.