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Förster gibt Entwarnung: Kein Giftköder

St. Ingbert. Seit Wochen wird der St. Ingberter Förster Michael Weber immer von Waldbesuchern darauf angesprochen, dass Unbekannte in den Wäldern der Mittelstadt Köder auslegen würden, die für Hunde gefährlich seien

St. Ingbert. Seit Wochen wird der St. Ingberter Förster Michael Weber immer von Waldbesuchern darauf angesprochen, dass Unbekannte in den Wäldern der Mittelstadt Köder auslegen würden, die für Hunde gefährlich seien. "Auch wenn ich selbst keine konkreten Hinweise auf das Auslegen von Giftködern oder Hackbällchen mit Scherben hatte, nehme ich solche Hinweise natürlich ernst", sagt der Förster. Seit dieser Woche kann Weber besorgte Bürger allerdings beruhigen: "Bei den Erzählungen, die derzeit kursieren, handelt es sich offenbar um ein Gerücht."Seine Einschätzung stützt der Förster auf eine Untersuchung des Veterinäramtes in Saarbrücken. Dorthin hatte Weber in Absprache mit dem Geschäftsbereich Jagd und Fischerei einen toten Dachs gebracht, den er Anfang März im St. Ingberter Wald gefunden hatte. Da Dachse Allesfresser seien, die weder tierische noch pflanzliche Kost verschmähen, habe er nicht ausschließen können, dass der Meister Grimbart einen Giftköder verspeist hatte. Doch die Veterinäre gaben jetzt Entwarnung: Der tote Dachs zeigte keinerlei Anzeichen für eine Vergiftung. Dennoch liest sich der Obduktionsbericht der Tiermediziner, der dem Förster seit Dienstag vorliegt, wie die Diagnose eines Pathologen im Fernsehkrimi: "Der Dachs erlitt vermutlich durch einen heftigen Aufprall ein stumpfes Trauma und innere Verletzungen, die zum Tod führten.". Weber: "Der Dachs ist wohl von einem Auto angefahren worden und hat sich noch in den Wald geschleppt." schet