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Förder-Millionen machen Bürgermeister glücklich

Quierschied/Friedrichsthal. "Hurra, wir haben gewonnen!!!!" So titelte Illingens Bürgermeister Armin König am Mittwoch Punkt 16.39 Uhr eine Nachricht an seine Amtskollegen aus Friedrichsthal, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler. "Bonn hat soeben angerufen und bestätigt, dass wir Bundessieger sind", teilte König mit Von SZ-Redakteur Michael Emmerich

Quierschied/Friedrichsthal. "Hurra, wir haben gewonnen!!!!" So titelte Illingens Bürgermeister Armin König am Mittwoch Punkt 16.39 Uhr eine Nachricht an seine Amtskollegen aus Friedrichsthal, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler. "Bonn hat soeben angerufen und bestätigt, dass wir Bundessieger sind", teilte König mit. In Bonn hatte am Mittwoch die Jury beim Bundeswettbewerb Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung getagt. Und die Juroren erklärten die Projektregion "Landschaft der Industriekultur Nord" (LIK Nord) im Finale der besten Zehn zu einem von fünf Gewinnern. Bei LIK Nord arbeiten die Kommunen Friedrichsthal, Illingen, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler zusammen. Ziel ihres Projekts: Die vom Bergbau geprägte Landschaft erhalten und aufwerten. Etwa zwölf Millionen beträgt das Fördervolumen. 90 Prozent übernehmen Bund und Land, zehn Prozent der Projektträger - ein Zweckverband aus den beteiligten sechs Kommunen sowie der Industriekultur Saar. "Die Gemeinde Quierschied freut sich riesig", verkündete gestern Bürgermeisterin Karin Lawall. Die erheblichen Fördermittel seien "eine große Chance, auf der Grundlage unseres erheblichen Potenzials an Natur und Industriekultur neue Perspektiven in die Wege zu leiten". Quierschied bringt vor allem Wald in das Projekt ein. Es ist das Revier des Prozessschutzwaldes, das seit 1996 besteht und sich von Fischbach über Quierschied bis zum Rosenhaus erstreckt. In diesem Bereich ist auch ein Entdeckerpfad (Holzer Konglomerat) mit einem Baumschutzwipfel angemeldet. Dieser Pfad soll auch zur Halde Göttelborn führen und den Kohlbachweiher erschließen. "Mit der Umsetzung des Projektes werden wir den Erholungs- und Erlebniswert in unserer Gemeinde steigern und wirtschaftliche Impulse anstoßen", meint Lawall und fügt hinzu: "Die Bürger sollen mitgenommen werden." Die Bürgermeisterin will ein Forum ins Leben rufen, an dem sich alle Akteure aus den Bereichen Naturschutz, Tourismus, Wandern und Industriekultur mit Ideen beteiligen können. Freude auch in Friedrichsthal: "Ein großer Erfolg", jubelte Bürgermeister Rolf Schultheis. Die Stadt wolle das Fördergeld nutzen, um das Naherholungsgebiet Saufangweiher noch attraktiver zu machen.