| 20:46 Uhr

Flözbrand-Löschung an der B 41 dauert mindestens ein Jahr

Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried (l.) und RAG-Repräsentant Rudolf Krumm (r.) begutachten den Bohrkopf. Foto: RAG
Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried (l.) und RAG-Repräsentant Rudolf Krumm (r.) begutachten den Bohrkopf. Foto: RAG
Neunkirchen. Während der Verkehr auf der B 41 vorbei rauscht, rollen neben der Fahrbahn die Bagger. Erde und Schiefer werden Schaufel für Schaufel aus dem Hang nahe der A 8 abgetragen. Auf einem Stück Asphalt steht ein Kettenfahrzeug. Doch statt einer Baggerschaufel ragt ein gut 30 Meter hoher Bohrarm in den Himmel Von SZ-Mitarbeiterin Ulrike Otto

Neunkirchen. Während der Verkehr auf der B 41 vorbei rauscht, rollen neben der Fahrbahn die Bagger. Erde und Schiefer werden Schaufel für Schaufel aus dem Hang nahe der A 8 abgetragen. Auf einem Stück Asphalt steht ein Kettenfahrzeug. Doch statt einer Baggerschaufel ragt ein gut 30 Meter hoher Bohrarm in den Himmel. Mithilfe dieses Bohrers soll in den nächsten Monaten der Flözbrand gelöscht werden. Dieser war 1990 erstmals festgestellt worden. Seitdem frisst sich die Glut in Richtung B 41. "Wir als Stadt sind froh, dass die RAG hier Verantwortung übernimmt", sagt Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried.Eine Sprenkleranlage bewässert eine kleine Fläche nahe der Böschung, aus der seit 2008 Dampf austritt. Bei den frostigen Temperaturen umhüllt nun eine feine Eisschicht die Pflanzen. "Das Bewässern reichte aber nicht, um den Brand zu löschen. Der sitzt viel zu tief", erklärt RAG-Projektleiter Fred Bier. Die Lage des Flözes macht das Löschen so schwierig. "Deshalb planen wir die Arbeiten in verschiedenen Abschnitten, die bereits alle genehmigt sind", sagt Peter Steinmetz, zuständiger Abteilungsleiter bei der RAG. Zunächst wurde die Baustelle eingerichtet, derzeit werden Erdmasse und Schiefer abgebaggert. Ab nächster Woche werden rings um den Brandherd Löcher gebohrt und anschließend mit Beton verfüllt, so dass Wände entstehen. Sie sollen eine Ausbreitung verhindern. Anschließend wird Wasser eingeleitet, das den Brand löscht. Stellt sich nicht der erhoffte Erfolg ein, wird das Gelände immer tiefer ausgehoben und gewässert. Im längsten Fall kann dies bis zu 24 Monate dauern, im kürzesten etwa elf Monate. Behinderungen auf der B 41 soll es in dieser Zeit aber nicht geben.