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Finanzierung von Coolness-Training in Kindertagesstätten ist unsicher

St. Ingbert. Nachdem in der Protestantischen Kindertagesstätte Louise Scheppler in St. Ingbert die Fortführung des Mini-Coolness-Trainings im vergangenen Jahr noch in den Sternen stand, hat die Stadt St. Ingbert einen weiteren Durchgang finanziert

St. Ingbert. Nachdem in der Protestantischen Kindertagesstätte Louise Scheppler in St. Ingbert die Fortführung des Mini-Coolness-Trainings im vergangenen Jahr noch in den Sternen stand, hat die Stadt St. Ingbert einen weiteren Durchgang finanziert. Das Training ist ein Anti-Konflikt-Programm des Sozialpädagogischen Netzes (SPN) der Arbeiterwohlfahrt in den Kindertageseinrichtungen des Saarpfalz-Kreises. Zunächst hatte man für die Schulkinder des vergangenen Jahres noch den Rotary Club als Geldgeber gewinnen können.


Nachdem die Rotarier nicht mehr zur Verfügung standen, war man in der Kita ratlos (wir berichteten). "Den Eltern die Kosten aufzubürden, kam für uns nicht in Frage. Und aus unserem Haushalt hätten wir eine Weiterführung - so wichtig das Training auch ist - auch nicht bezahlen können", sagt Kita-Leiterin Karin Deller. Insgesamt finanzierte die Stadt St. Ingbert unterstützt durch den Kriminalitätsbeirat 2008 zehn Mini-Coolness-Trainings in neun St. Ingberter Einrichtungen. 126 Kinder wurden ausgebildet und 96 Eltern über das Thema Gewalt und Möglichkeiten der Intervention informiert. 16 Multiplikatoren wurden geschult. 2009 wurden und werden noch sechs weitere Einrichtungen mit acht Trainings bedient. Nicole Grandpair rechnet auch hier mit ungefähr 110 Kindern, 70 Eltern und acht Multiplikatoren. Für die beiden Jahre ergibt sich so eine Summe von 5700 Euro. "Allerdings wissen wir jetzt wieder nicht so genau, wie es weitergeht", räumt Karin Deller ein. Nicole Grandpair kann hier etwas Licht ins Dunkel bringen: "Der Kriminalitätsbeirat möchte das Training gerne weiterführen. Allerdings müssen sich die Kindergärten dann selbst finanziell beteiligen." Ob es dann in der Kita Louise Scheppler weiteres Training geben wird, hängt "von der Höhe des geforderten Zuschusses ab und davon, ob es vertretbar ist, den Beitrag auf die Eltern umzulegen".

Bei der Stadtverwaltung stehen die Signale auf grün. Stadt-Pressesprecher Wilfried Trapp sagt: "Wir sagen natürlich unsere weitere Unterstützung zu. Die Einrichtungen sollten aber auch selbst versuchen, Sponsoren zu finden." Genau so, wie es die Kita Louise Scheppler beim vorletzten Durchgang mit den Rotariern gemacht habe. Bei der Suche nach geeigneten Partnern sei man gerne behilflich, so Trapp. mal