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"Finanzen stehen an erster Stelle"

Püttlingen. Die CDU Püttlingen hält seit mehr als 40 Jahren die absolute Mehrheit im Stadtrat. Ein Grund, sich in aller Ruhe zurückzulehnen und die Wahl abzuwarten? Natürlich funktioniert Politik so nicht. Vielmehr wollen absolute Mehrheiten vehement verteidigt werden

Püttlingen. Die CDU Püttlingen hält seit mehr als 40 Jahren die absolute Mehrheit im Stadtrat. Ein Grund, sich in aller Ruhe zurückzulehnen und die Wahl abzuwarten? Natürlich funktioniert Politik so nicht. Vielmehr wollen absolute Mehrheiten vehement verteidigt werden. Annegret Kramp-Karrenbauer, saarländische Ministerin und langjährige Vorsitzende der CDU Püttlingen, weiß das und nennt im aktuellen Wahlprogramm auch gleich eine neue Klippe: "Bei den kommenden Wahlen werden neue Parteien antreten, und die Beschränkung durch die Fünfprozent-Klausel wird wegfallen." Gosbert Hubertus, langjähriger Fraktionssprecher der Union im Stadtrat, ergänzt: "Wahlen dürfen nie auf die leichte Schulter genommen werden. Das tun wir auch nicht, wie man an unserem umfangreichen Programm sieht." Entstanden sei es, wie bereits bei früheren Wahlen, in einer Wochenend-Klausur der Gesamtpartei: "Danach haben die Ortsverbände Püttlingen und Köllerbach dem Programm noch einmal einen Feinschliff verpasst", sagt Hubertus. An erster Stelle stehen die Finanzen. Es gelte, die Handlungsfähigkeit der Stadt und künftiger Generationen durch sorgsamen Umgang mit Steuermitteln, verantwortungsbewusstes Wirtschaften und aktive Wirtschaftspolitik zu sichern. Über das Thema Sicherheit und Ordnung ist in Püttlingen in den vergangene Wochen - auch im parallel verlaufenden Bürgermeister-Wahlkampf - viel debattiert worden. Hier möchte die Püttlinger CDU durch den von ihr propagierten Ausbau des kommunalen Ordnungsdienstes durch Einsatz von sechs früheren Bergleuten beim Wähler punkten. Die "SZ" hat mehrfach darüber berichtet. "Soziales Püttlingen" lautet ein weiterer Slogan der CDU Püttlingen, bei dem es unter anderem um die Zusammenarbeit mit Trägern der Wohlfahrtspflege, mit Kindergärten, Schulen und medizinischen Einrichtungen geht. Untrennbar mit der Wirtschaftsförderung sieht die CDU den Tourismus verbunden - das Programm nennt beispielsweise Großveranstaltungen wie Rocco del Schlacko oder Sommer- Biathlon, aber auch das von der CDU verabschiedete Tourismus-Gutachten. Ein klares "Ja!" findet sich im CDU-Programm auch zum geplanten Bau der - politisch umstrittenen - Osttangente sowie zu weiteren Themen wie Kultur, Sport und Freizeit, Ökologie, ÖPNV, Infrastruktur einschließlich des Umbaus der Verwaltung zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb. Hubertus: "Um das Programm umzusetzen, legt unsere Partei ein überzeugendes Personal-Angebot mit 77 Kandidaten, darunter auch viele junge, aus allen Bevölkerungsschichten vor." et