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Niederländisches Königspaar im Saarland
FDP vermisst Spitzenköche für die königliche Bewirtung

Klaus Erfort bei der Arbeit.
Klaus Erfort bei der Arbeit. FOTO: Sebastian Klöckner
Saarbrücken. Die Staatskanzlei hat Kritik an der Auswahl der Gastronomen beim Besuch des niederländischen Königspaars zurückgewiesen. „Es ist zu hoffen, dass die im Raum stehende Kritik nicht als mangelnde Wertschätzung der Köche gegenüber ihren regionalen Kolleginnen und Kollegen gewertet wird“, erklärte Regierungssprecherin Anne Funk am Freitag auf SZ-Anfrage. Von Johannes Schleuning
Johannes Schleuning

Die FDP Saar hatte moniert, dass beim Besuch des Königspaars nicht die beiden saarländischen Spitzenköche Christian Bau (Schloss Berg) und Klaus Erfort (Gästehaus Erfort, Saarbrücken) zum Einsatz gekommen waren. Nach Ansicht der Liberalen bestätige dies die von Spitzenkoch Bau kürzlich öffentlich geäußerte Kritik über mangelnde Wertschätzung. „Eine Kooperation der beiden Küchenchefs hätte der Gastronomie und damit dem Tourismus bundesweite Aufmerksamkeit verschafft. Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung diese große Chance vergibt. Das Saarland muss mit seinen Spitzenköchen werben und diese nicht verstecken“, so Angelika Hießerich-Peter von der FDP Saar.


Regierungssprecherin Funk erklärte: „Die Entscheidung für den Caterer erfolgte nach Ausschreibung. Kriterien für den Zuschlag zum Menü mit regionalen und saisonalen Produkten waren neben Qualität und Preis auch Ortskenntnis – in diesem Fall im Saarbrücker Schloss. Bei einem eng getakteten Arbeitsbesuch stand mehr als bei einem Staatsbankett ein zuverlässig rascher Service im Vordergrund.“ Außerdem, so Funk: „In der Vergangenheit wurden Ausschreibungen an die genannten Sterneköche gerichtet – diese wurde in einem Fall abgelehnt, im anderen gar nicht erst beantwortet.“ Die Landesregierung erkenne die Spitzenleistungen dieser Köche an, zudem sei die Auszeichnung von Christian Bau mit dem Bundesverdienstkreuz auf Vorschlag von Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) erfolgt.