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Farbexplosionen und Bewegungsabläufe

In der Ausstellung der Produzentengalerie Köcher in Bexbach haben sich fünf Kunstschaffende zusammengefunden. Hier ist der Künstler Schmal vor einem seiner Werke zu sehen. Foto: Peter Köcher
In der Ausstellung der Produzentengalerie Köcher in Bexbach haben sich fünf Kunstschaffende zusammengefunden. Hier ist der Künstler Schmal vor einem seiner Werke zu sehen. Foto: Peter Köcher
Bexbach. Die Produzentengalerie Köcher in Bexbach präsentiert noch bis 23. Februar in ihrer Jahresausstellung die Arbeiten von fünf international erfolgreichen Künstlern. Neben dem Hausherrn Peter Köcher sind dies Brunhilde Gierend, Schmal, Herbert Hofer und Gerhard Fassel, schreibt die Galerie zu ihrer aktuellen Schau

Bexbach. Die Produzentengalerie Köcher in Bexbach präsentiert noch bis 23. Februar in ihrer Jahresausstellung die Arbeiten von fünf international erfolgreichen Künstlern. Neben dem Hausherrn Peter Köcher sind dies Brunhilde Gierend, Schmal, Herbert Hofer und Gerhard Fassel, schreibt die Galerie zu ihrer aktuellen Schau. Während Peter Köcher sein großangelegtes, gesellschaftskritisches Installationsprojekt "Kunstbevölkerung" weiterentwickelt und sich in seinen aktuellen Bildobjekten weiter der dritten Dimension annähert, rückt Brunhilde Gierend Farb-, Form- und Materialexperimente ins Zentrum ihrer Malerei.Inspiriert von der Realität beschreitet sie in ihren Arbeiten konsequent den Weg der Abstraktion, entzaubert das unseren Augen Vertraute, hüllt es in Farbschleier und ritzt diese wieder auf, sodass mit der Verwundung des Bildgrundes das Wesen von Gegenständen und das Wesentliche von Ereignissen offengelegt wird.


Auch in den Arbeiten des in Frankreich lebenden Schmal steht das Thema des Verletzens respektive Verletztwerdens im Fokus. Seine von Farbexplosionen geprägten Werke sind Dokumente des ekstatischen Aufbäumens und kraftlosen Zusammenbrechens, des schwerelosen Gleitens und schmerzhaften Aufprallens am Boden. Groteske, monströse sowie märchenhafte Gestalten und Tiere, die von Blumen, Wortfetzen, Zahlenkombinationen oder Schachbrettmustern umgeben sind, entblößen die Abgründe der menschlichen Seele in einer beeindruckenden Radikalität. Entschleunigend wirken demgegenüber die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten Herbert Hofers, denn der österreichische Künstler erkundet in seinen monochromen Wandobjekten aus Aluminium Raum, Zeit, Form und Licht. Vergleichbar einem zerknüllten Blatt Papier, das in der Zeit eingefroren wurde, formulieren jene Werke Raum und erobern ihn in ihrer kühnen Farbigkeit.

Gerhard Fassel vollzieht in seiner Malerei Bewegungsabläufe nach. Inspiriert von Peter Köchers lebensgroßen, partiell verstümmelten Figuren der "Kunstbevölkerung", dynamisiert Fassel die Gestalten in seiner Werkreihe, vollzieht ihre Bewegungsabläufe mit Strichbündelungen nach und löst sie nach und nach in den sie umgebenden markanten Farbfeldern aus kräftigen Erdtönen und Silber auf, hieß es in der Beschreibung der Galerie weiter. red



Öffnungszeit: Freitags 16 bis 19 Uhr, Samstags 14 bis 19 Uhr, oder nach Vereinbarung unter Tel. (01 71) 8 00 81 12 oder E-Mail: atelier-koecher@t-online.de.