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Fans sind „euphorisch gespannt“

Nach der Verpflichtung von vielen erfahrenen Fußballprofis sind beim FC Homburg viele Erwartungen geweckt. Das erste Spiel führt die FCH-Fans am Sonntag zum SC Pfullendorf. Foto: Hagen
Nach der Verpflichtung von vielen erfahrenen Fußballprofis sind beim FC Homburg viele Erwartungen geweckt. Das erste Spiel führt die FCH-Fans am Sonntag zum SC Pfullendorf. Foto: Hagen FOTO: Hagen
Homburg. Mit dem Spiel beim SC Pfullendorf steht den Fans des FC Homburg gleich am ersten Spieltag der Regionalliga die weiteste Auswärtsfahrt der Saison bevor. Die Stimmungslage bei den Fans sei erwartungsvoll, sagt der Fanbeauftragte Markus Schlegel. Von SZ-MitarbeiterRalph Tiné

Die letzte, so genannte "heiße Phase" der Saisonvorbereitung ist beendet. Ab diesem Wochenende wird in der Fußball-Regionalliga Südwest wieder um Punkte gespielt. Wenn der FC Homburg am Sonntag um 14 Uhr beim SC Pfullendorf in die Saison 2013/2014 startet, steht den Spielern dennoch eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit bevor. Bis zu 35 Grad Celsius sagt die Wetterprognose für die 13 000-Einwohner-Stadt unweit des Bodensees voraus. Mit schattenspendenden Wolken über der "Geberit-Arena" ist nicht zu rechnen. "Direkt hinter dem Gästeblock gibt es ein Freibad. Wem es zu heiß wird, kann da ja mal ins Wasser springen", sagt der FCH-Fanbeauftragte Markus Schlegel mit einem Lachen.

Die Fans haben direkt im ersten Spiel die weiteste Auswärtsfahrt der Saison vor sich. Trotz der 314 Kilometer langen Anfahrt erwartet Schlegel knapp 100 Homburger Schlachtenbummler. Die fast zur Hälfte erneuerte und nunmehr mit erfahrenen Spielern besetzte Mannschaft hat eine gewisse Euphorie unter den Fans erzeugt. Als "euphorisch gespannt" bezeichnet der Fanbetreuer die Stimmung und erklärt: "Gespannt, ob die neuen Spieler so einschlagen, wie man sich das erhofft."

Persönlich ist Schlegel optimistisch, dass sich die Investitionen ins neue Personal auch in einer entsprechenden Platzierung in der Tabelle niederschlagen werden. "Unter den ersten Fünf" des Klassements erwartet der 37-Jährige seinen Lieblingsclub, dem er seit über 20 Jahren die Treue hält. Für Schlegel wie für die meisten Beobachter steht der FCH angesichts der neuen finanziellen Möglichkeiten vor einer "maßgebenden Saison".

Er weiß auch um die Gefahren, die sich aus dem mitunter überbordenden Optimismus ergeben können. "Die Erwartungen sind in Homburg traditionell hoch. In dieser Saison sind sie aber noch ein bisschen höher. Fast jeder fährt mit der Erwartungshaltung nach Pfullendorf, dass wir die locker wegputzen. Wenn das aber nichts werden sollte und danach gegen Koblenz vielleicht nur ein Punkt herausspringt, kann die Stimmung schnell umschlagen", warnt Schlegel. Die Querelen der Vorsaison, als der Streit zwischen Trainer Christian Titz und dem damaligen Vorstand im Rücktritt der ehemaligen Vorstände Marina Neu und Thomas Richter im März gipfelten und zeitweise die Fans spaltete, sind nach Schlegels Meinung kein Thema mehr: "Es geht wieder von vorne los. Was letzte Saison war, will man eigentlich vergessen. Der Blick geht nach vorne."

fc08homburg.de