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Nach verheerendem Feuer
Externer Spezialist soll Saarufer-Brand rekonstruieren

Ein Feuer am Saarufer.
Ein Feuer am Saarufer. FOTO: Peter Stefan Herbst
Saarbrücken. Nach dem Brand mit vier Toten und 20 Verletzten in der Saaruferstraße hat die Polizei einen externen Spezialisten zu Rate gezogen. Von Lisa Kutteruf

Nach dem Brand mit vier Toten und 20 Verletzten in der Saaruferstraße hat die Polizei einen externen Spezialisten zu Rate gezogen. Wie die Behörde mitteilte, war bereits gestern ein Brandgutachter vor Ort, dessen schriftliches Gutachten noch aussteht. Zudem haben die Ermittler einen externen Spezialisten hinzugezogen, der sich das Gebäude am Freitag ansehen soll. So soll unter anderem die Ausbreitung des Brandes rekonstruiert werden. Außerdem werde geprüft, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten worden waren. Waren genug Fluchtwege vorhanden und waren sie für die Bewohner zugänglich? Nach Angaben der Stadtverwaltung waren Rauchmelder im Haus installiert. „Bisher gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Brandschutzvorschriften nicht eingehalten wurden“, sagte Polizeisprecher Stephan Laßotta gegenüber der SZ. Allerdings müsse geklärt werden, warum einige Bewohner das Gebäude nicht verlassen konnten.



Unterdessen hat die Stadt die wohnungslosen Hausbewohner in eine Gemeinschaftsunterkunft in der Koßmannstraße gebracht. Nach Entlassungen aus dem Krankenhaus ist die Zahl der Personen inzwischen auf 14 angestiegen. Zunächst waren sie in einer Jugendherberge untergebracht gewesen. Alle anderen seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Das Sozialamt hat die Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Für Dinge des täglichen Bedarfs und eine notwendige Grundausstattung hat die Stadt Termine mit dem Jobcenter und dem Regionalverband vermittelt.