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Experten-Tipps gegen Heuschnupfen

Wer gegen die Rapsblüte allergisch ist, sollte sich von leuchtend gelben Feldern besser fern halten. (Symbolbild)
Wer gegen die Rapsblüte allergisch ist, sollte sich von leuchtend gelben Feldern besser fern halten. (Symbolbild) FOTO: Friso Gentsch / dpa
Saarbrücken. Die Nase läuft. Die Augen brennen. Der Pollenflug hat begonnen. Und treibt manchen Allergiker pünktlich zum Frühjahrsbeginn in den Wahnsinn. Was sie tun können, um die Allergie im Zaum zu halten, erklärt Dr. Michael Kulas, Vorsitzender des Saarländischen Hausärzteverbandes, im SZ-Interview. Von Patricia Heine

Wer auf dem Land wohnt und allergisch auf Pollen reagiert, hat meist ein größeres Problem als der Großstädter. Denn wo Obstbäume, Raps- oder Weizenfelder blühen, fliegen Pollen in großen Mengen durch die Luft. Doch die Art der Allergie unterscheidet sich oft. Der Hausarzt kann testen, gegen welche Blüten und Gräser der Körper allergisch reagiert. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, erklärt Kulas: der so genannte Prick-Test ist ein Hauttest, bei dem der Arzt die verschiedenen Lösungen auf die Haut des Patienten tropft. Möglich ist auch ein Allergietest über das Blut. Dieser sei aber sehr aufwendig und die Krankenkassen übernehmen nicht immer die Kosten, sagt der Allgemeinmediziner aus Wallerfangen. Doch schon mit diesen kleinen Tipps von Dr. Kulas lässt sich der Allergiker-Alltag angenehmer bewältigen:


Rapsfelder, blühende Böume und Co. vermeiden

Wer weiß, welcher Blütenstaub in der Nase kitzelt, kann die beste Strategie anwenden: Vermeidung. Ein leuchtend gelbes Rapsfeld sieht zwar herrlich aus. Von einem ausgedehnten Spaziergang in der Nähe sollten Allergiker jedoch während der Blütezeit absehen.

Fenster nachts schließen

Pollen haben unterschiedliche Flugzeiten. Einige machen sich vor allem nachts auf die Reise. Für alle, die in der Nacht verstärkt Beschwerden haben, empfiehlt Kulas, das Fenster zu schließen.



Haare abends waschen

Für das Auge oft nicht sichtbar, verfangen sich Pollen tagsüber in den Haaren. Damit sie am Abend nicht auf dem Kopfkissen landen, kann es helfen, vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen.

Creme auftragen

Im Apotheken-Handel sind Cremes auf Vaselinebasis erhältlich. Die Creme wird am Naseneingang aufgetragen und sorgt dafür, dass die Pollen nicht weiter in den Nasengang gelangen.

Auf das Wetter achten

Wer trotz Allergie einen Ausflug in die Natur plant, sollte auf das Wetter achten. Selbst wenn die Pflanzen ihre Blüten schon verloren haben, heißt das nicht, dass auch der Pollenflug beendet ist. Wenn es beispielsweise geregnet hat und die Pollen nass am Boden haften, können sie nach dem Trocknen wieder in die Luft aufsteigen und in der Nase kitzeln.