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Ex-Umweltminister Mörsdorf kämpft sich zurück in den Alltag

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und Stefan Mörsdorf beim Neujahrsempfang. Foto: B&B
Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und Stefan Mörsdorf beim Neujahrsempfang. Foto: B&B
Saarbrücken. Den ehemaligen saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf (CDU) haben viele Besucher des Neujahrsempfangs der Ministerpräsidentin am Donnerstag in St. Ingbert auf den ersten Blick nicht wiedererkannt: Der 51-Jährige brauchte zum Gehen einen Stock, er hat eine Lähmung im linken Arm und sichtlich Gewicht verloren

Saarbrücken. Den ehemaligen saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf (CDU) haben viele Besucher des Neujahrsempfangs der Ministerpräsidentin am Donnerstag in St. Ingbert auf den ersten Blick nicht wiedererkannt: Der 51-Jährige brauchte zum Gehen einen Stock, er hat eine Lähmung im linken Arm und sichtlich Gewicht verloren.Nach schwerer Krankheit zeigte er sich beim Empfang erstmals wieder in der Öffentlichkeit. "Ich hatte im Juli eine Hirnblutung und kämpfe mich mit bewundernswerter Unterstützung meiner Frau Stück für Stück wieder nach oben", erklärte er. "Zwar habe ich vorübergehend die Fähigkeit des Flickflack-Springens verloren, nicht aber Humor, Lebensfreude und Gottvertrauen", sagte er der SZ. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.


Mörsdorf, der mit seiner Familie in Schiffweiler lebt, war von 1999 bis 2009 Umweltminister im Kabinett von CDU-Regierungschef Peter Müller - zunächst als Parteiloser, ab 2005 dann als CDU-Mitglied. Ende des Jahres 2011 war er der erste prominente CDU-Politiker, der öffentlich das Ende der Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen gefordert hatte.

Derzeit ist Mörsdorf Geschäftsführer der Europäischen Akademie in Otzenhausen. "Ich arbeite noch nicht, werde aber wohl bald wieder anfangen", sagte er. Auch seine sonstigen Tätigkeiten ruhten zurzeit. So auch jene bei der Zukunftsinitiative Saar, einem von ehemaligen Regierungsmitgliedern von SPD und CDU ins Leben gerufenen Zusammenschluss, der sich für einen harten Sparkurs einsetzt, um die Eigenständigkeit des Saarlandes zu bewahren. "Ich konzentriere mich auf die Reha und mache gute Fortschritte", erklärt Mörsdorf. "Vollständige Heilung werde ich nicht erreichen, aber es wird sicherlich noch deutlich besser werden", zeigte sich der Ex-Minister zuversichtlich. bub