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Religion
Evangelische Kirche macht gegen Hass-Redner mobil

Saarbrücken. Die rheinische und die pfälzische Landeskirche haben am Dienstagabend in Saarbrücken für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geworben. Es gehe darum, Brücken zu bauen, Unterschiedlichkeiten zu respektieren und mit Verschiedenheiten geschwisterlich umzugehen, erklärten der rheinische Präses Manfred Rekowski und der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad beim Empfang der evangelischen Kirchen im Saarland.

Ängste und Sorgen dürften nicht die gesellschaftliche Stimmungslage beherrschen.


 Christen müssten einer „menschenverachtenden Bewegung, die Angst verstärkt und zur Wut aufstachelt“, die Botschaft der Hoffnung entgegensetzen, sagte Schad. Aus der Mitte des Evangeliums heraus widerspreche die Kirche einer „Rede-Unkultur“, die sich gegen Menschen anderen Glaubens oder anderer Lebenssituationen richte. Ausgrenzung und Stigmatisierung treffen laut Rekowski „immer noch und schon wieder“ Juden, aber auch Muslime, Menschen mit Behinderungen, mit geringem Einkommen und Homosexuelle. Die Christengemeinde müsse sich im Geist Jesu, der keinen Menschen aufgebe, immer wieder neu mahnend in die Gesellschaft einbringen. Mit Blick auf Muslime in Deutschland erklärte Schad, dass die meisten hier lebenden die demokratische Grundordnung achteten. Sie müssten aber entschlossen gegen Fundamentalismus und Antisemitismus vorgehen.