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Es wird bunter unter der Liebenburg

Bislang war man im Namborner Gemeinderat zudritt. Die CDU war mit komfortablen 15 Sitzen in der absoluten Mehrheit, die SPD kam auf neun Sitze und die Freie Liste Namborn (FLN) auf immerhin noch drei Sitze. Doch im Namborner Gemeinderat könnte es nach dem 7. Juni deutlich bunter zugehen Von SZ-Redakteur Rainer Ulm

Bislang war man im Namborner Gemeinderat zudritt. Die CDU war mit komfortablen 15 Sitzen in der absoluten Mehrheit, die SPD kam auf neun Sitze und die Freie Liste Namborn (FLN) auf immerhin noch drei Sitze. Doch im Namborner Gemeinderat könnte es nach dem 7. Juni deutlich bunter zugehen. Und zwar nicht nur deshalb, weil sich diesmal auch die Linken und die Grünen um Plätze in diesem Regionalparlament bewerben, sondern weil erstmals die Fünf-Prozent-Hürde nicht mehr gilt. Wodurch die Chancen, dass kleinere Parteien in den Gemeinderat unter der Liebenburg einziehen, deutlich größer geworden ist. Wobei es in Namborn mit drei Fraktionen ohnehin bereits etwas bunter zuging als anderswo. Zumindest vier Parteien hätte es auch bereits vor fünf Jahren im Namborner Rat geben können, wenn nicht Horst Kleibers Liste Natur- und Umweltschutz (LNUN) an der damals noch gültigen Fünf-Prozent-Hürde gescheitert wäre. Nun könnte die LNUN es im übertragenen Sinne doch in den Gemeinderat schaffen, denn das letzte Mitglied der Liste, Ralf Schöneberger, der für die LNUN bislang im Ortsrat von Eisweiler-Pinsweiler saß, geht nun als Grüner bei der Kommunalwahl ins Rennen. Ob das die Chancen für SPD-Bürgermeister Theo Staub, seit 2001 im Amt, erhöht, der ebenfalls am 7. Juni wiedergewählt werden möchte und sich in diesem Zusammenhang nichts sehnlicher wünscht als eine eigene Hausmacht, ist fraglich. Sicher ist nur, dass es bei 27 Sitzen im Gemeinderat bleibt. Welche Partei wie viele Plätze bekommt, entscheiden die Wähler. Bislang fuhr die CDU stets stabile Ergebnisse ein. Nur die SPD verlor über die Jahre hinweg kontinuierlich. Indessen konnte die Freie Liste Namborn bei der Kommunalwqahl 2004 ihr Ergebnis von 1999 auf 13,4 Prozent verdoppeln und mit drei Sitzen auf Anhieb im Gemeinderat Fraktionsstatus erhielt. Ein Erfolg auf Kosten der SPD? Und was wird, wenn am 7. Juni auch noch die Linken und Grünen antreten? Diese und mögliche andere Fragen werden die rund 6200 Wähler in der Gemeinde Namborn, die übrigens vor allem wegen viel zu geringer Gewerbesteuereinnahmen zu den finanzschwächsten Kommunen im ganzen Saarland gehört, beantworten. Die Wähler entscheiden am Wahlsonntag, wie sich der kommende Namborner Gemeinderat zusammensetzt.