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Es wird bunter im Tholeyer Rat

Ab 7. Juni, dem Tag der Kommunalwahl, wird wohl im Tholeyer Gemeinderat die Zeit der trauten Zweisamkeit von CDU und SPD beendet sein. Denn fünf Parteien bewerben sich diesmal um die 33 Gemeinderatsmandate und durch den Wegfall der Fünf-Prozent-Klausel haben sich die Chancen der Kleinen eindeutig verbessert Von SZ-Redakteur Dagobert Schmidt

Ab 7. Juni, dem Tag der Kommunalwahl, wird wohl im Tholeyer Gemeinderat die Zeit der trauten Zweisamkeit von CDU und SPD beendet sein. Denn fünf Parteien bewerben sich diesmal um die 33 Gemeinderatsmandate und durch den Wegfall der Fünf-Prozent-Klausel haben sich die Chancen der Kleinen eindeutig verbessert. FDP und Grünen hatten es bei den Kommunalwahlen in der Vergangenheit immer Mal wieder probiert, schafften die Fünf-Prozent-Hürde aber nie. Auch wenn diese Hürde gefallen ist, bedingt durch die Anzahl der Sitze im Rat, liegt die Latte jetzt bei etwas über drei Prozent.Seit es die Gemeinde Tholey in ihrer heutigen Form gibt, seit 1974, war die Mehrheit im Gemeinderat immer eine sichere Bank für die CDU. Egal wer in Saarbrücken oder Berlin/Bonn regierte, in Tholey bestimmten die Christdemokraten die Richtlinien der Kommunalpolitik. Das soll, wenn es nach dem Willen der Christdemokraten geht, auch in Zukunft so bleiben.Diese Mehrheit zu brechen, das haben sich die Sozialdemokraten auf die Wahlkampffahnen geschrieben. Feste Kooperationen will die SPD allerdings in einem solchen Fall nicht eingehen und setzt auf sachbezogene Zusammenarbeit. Wie in der Vergangenheit, könnte man sagen, denn auch bislang fielen rund 90 Prozent der Entscheidungen im Rat einstimmig. Der größte Streitpunkt seit rund zwei Jahrzehnten, ist das Erlebnisbad. Zu aufwendig, zu teuer so die Haltung der SPD bis heute. Gut und notwendig für den Tourismusort Tholey findet die CDU. An diesem Gegensatz wird sich, egal wie die Wahl läuft, auch im neuen Rat nichts ändern. Aktuell sind es die Investitionen in den Saunabereich, an denen sich die Geister scheiden. Viel zu hoch sagt die SPD und erhält Unterstützung von den Linken.




Auf einen BlickOrtsvorsteher wollen diese Politiker werden: Bergweiler: Hans Stock (CDU), Andreas Franz (SPD). Hasborn-Dautweiler: Walter Krächan (CDU), Franz-Josef Löwen (SPD), Rainer Hilbert (Linke). Lindschneid: Elisabeth Biwer (CDU), Maria Haverland (SPD). Neipel: Aloysius Berwanger (CDU), Alois Risch (SPD). Scheuern: Dietmar Lauck (CDU), Andreas Türk (SPD). Sotzweiler: Klaus-Peter Mouthy (CDU), Walter Schütze (SPD). Theley: Friedbert Becker (CDU), Ludwin Scherer (SPD), Elke Neis (Freie-Bürger-Liste). Tholey: Stefan Hubertus (CDU), Gabriele Gläser (SPD). Überroth-Niederhofen: Andreas Groß (CDU), Walter Kirsch (SPD). ddt