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"Es hat wider Erwarten richtig Spaß gemacht"

Ist Ihnen das Training immer leicht gefallen?Peter Schweitzer (Mountainbike-Rennen): Leicht würde ich nicht sagen, eher angemessen. Insgesamt betrachtet sind die Mittwoche immer sehr hart, das frühe Schwimmen morgens um 7 und dann abends nach 20 Uhr. Die manchmal harten Spinning-Einheiten kosten Kraft. Auf jeden Fall habe ich keine Probleme mehr mit dem Einschlafen

Ist Ihnen das Training immer leicht gefallen?Peter Schweitzer (Mountainbike-Rennen): Leicht würde ich nicht sagen, eher angemessen. Insgesamt betrachtet sind die Mittwoche immer sehr hart, das frühe Schwimmen morgens um 7 und dann abends nach 20 Uhr. Die manchmal harten Spinning-Einheiten kosten Kraft. Auf jeden Fall habe ich keine Probleme mehr mit dem Einschlafen.Gab's Höhen und Tiefen?Schweitzer: Als an Fastnacht mein Schwarzwald-Trainingslager buchstäblich im Schneeregen versank, habe ich mich vier Tage lang mit Intervalltraining am Berg auf schneeglatten Straßen gequält. Als es mich dann auch noch am letzten Tag in einer Kurve hingehauen hat, war die Trainingsmoral am Boden. Besonders schwer sind mir die Kraftentwicklungseinheiten auf der Spinning-Maschine im Keller gefallen. Es ist unglaublich, wie viel Schweiß man in einer Stunde produzieren kann.Welches Training macht am meisten Spaß?Schweitzer: Das ist das Verrückte: Die Einheiten zur Kraftentwicklung im Freien, also das Intervalltraining, immer wieder den gleichen Berg hoch, machen wider Erwarten richtig Spaß. Würden Sie ein solches Training noch mal machen oder ist es anstrengender als gedacht?Schweitzer: Jederzeit wieder. Ich möchte es nächsten Winter noch mal ähnlich strukturiert angehen und hätte dann neben Job, Familie und dem Training nicht auch einen Umbau zu managen. Ich musste wegen des kurzfristigen Auszugs meiner Mieterin die Wohnung renovieren. Dass das Training anstrengend würde, hatte ich erwartet. Doch quälen konnte ich mich schon immer. Wie sind Sie mit dem Wetter zurechtgekommen?Schweitzer: Das war wohl der härteste Winter seit Jahren. Um bei minus sechs Grad draußen Rad zu fahren, muss man den inneren Schweinehund komplett ignorieren. Anders als beim Laufen kann man sich beim Radfahren nicht bei jedem Wetter draußen bewegen. Bei starkem Regen ist es zwecklos, fahren zu wollen, und bei großer Kälte kühle ich bei den Abfahrten zu stark aus. Zum Glück habe ich die Folterhöhle im Keller. Insgesamt bin ich aber seit Beginn des Trainings gut 1000 Kilometer im Freien auf dem Rad gefahren und gesund durch den Winter gekommen. Ist es leicht, nach einer Ruhewoche wieder in den normalen Trainingsrhythmus zu kommen?Schweitzer: Was ist denn eine Ruhewoche? Habe ich was verpasst? Brauchen Sie die Ruhewochen überhaupt?Schweitzer: Höchstens im Juni mache ich mal für eine Woche Pause und esse dann wie Lance Armstrong nach der Tour eine Woche lange Butter auf dem Brot. Freuen Sie sich auf die ersten Wettkämpfe oder bestehen noch Bedenken?Schweitzer: Ja, ich freue mich unbedingt. Bedenken habe ich keine. Ich denke, dass ich bei besserem Wetter an meiner Langstrecken-Form arbeiten kann, die Grundlage ist jetzt da.