| 00:00 Uhr

„Es gibt keine Ausreden mehr“

Neue Gesichter in der U19 des 1. FC Saarbrücken (obere Reihe, von links): Betreuer Stefan Masfelder, Julian Wamsbach, Jan Eichmann, Max Rupp, Matthias Steiner, Trainer Bernd Rohrbacher, (untere Reihe, von links) Steven Labisch, Jens Meyer, Robin Scheid, Jan Reiplinger, Gianluca Lo Scrudato. Foto: Ruppenthal
Neue Gesichter in der U19 des 1. FC Saarbrücken (obere Reihe, von links): Betreuer Stefan Masfelder, Julian Wamsbach, Jan Eichmann, Max Rupp, Matthias Steiner, Trainer Bernd Rohrbacher, (untere Reihe, von links) Steven Labisch, Jens Meyer, Robin Scheid, Jan Reiplinger, Gianluca Lo Scrudato. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Saarbrücken. In der vergangenen Saison ist die Mission gescheitert – der 1. FC Saarbrücken verpasste mit seiner U19 die Meisterschaft in der Regionalliga. Dieses Jahr soll sich das ändern. Der FCS will mit einem neuen Team vorne angreifen. Von SZ-MitarbeiterPatric Cordier

In der vergangenen Saison ist die U19 des 1. FC Saarbrücken nicht Meister der A-Junioren-Regionalliga geworden und hat sich damit auch nicht für die Relegationsspiele zur Fußball-Bundesliga qualifiziert. Ein Mindestanspruch, den man bei den Molschdern eigentlich an jeden Jahrgang stellt. "Nach dem Abstieg aus der Bundesliga war es ein schwieriges Jahr", gesteht FCS-Trainer Bernd Rohrbacher: "Wir wussten, dass es mit einer jungen Mannschaft ein Aufbaujahr wird. Dennoch haben wir die Sache mit der Altersstruktur unterschätzt." Und daraus Konsequenzen gezogen: Gehörten im abgelaufenen Jahr gerade einmal vier Spieler zum älteren Jahrgang, werden es diesmal 13 sein. Hinzu kommen zehn Spieler, die aus der B-Jugend aufrücken. "Es gibt also keine Ausreden mehr", sagt Bernd Rohrbacher. "Wir wollen das schlechte Bild, das wir letzte Saison abgegeben haben, zurechtrücken."

Vier Neuzugänge sollen dabei helfen - wobei Samed Karatas eigentlich kein Neuer ist. "Samed war mit der Situation bei uns nicht zufrieden und ist im Winter zu Fortuna Köln gewechselt", erzählt Rohrbacher. "Wir sind sehr froh, dass er zurückgekommen ist. Er ist ein echter Torjäger." Vom großen Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern wechselt Max Rupp an die Camphauser Straße. "Natürlich sind die Bedingungen am Fröhnerhof (Anm. d. Red.: dem Nachwuchsleistungszentrum in Kaiserslautern) anders, aber mehr oder großartig anders wird dort auch nicht trainiert", sagt der 18-jährige Gymnasiast aus Bexbach. Er soll linker Verteidiger oder im defensiven Mittelfeld spielen. "Beim FCK hatte ich zuletzt nicht mehr so viel Spielzeit", erzählt Rupp weiter, "die Jungs hier kenne ich fast alle von der Saarland-Auswahl." Die beiden anderen Neuzugänge sind Torhüter: Robin Scheid (SF Hanweiler) und Matthias Steiner (1. FC Reimsbach). "Robin ist ein FCS-Verrückter, der körperlich noch an sich arbeiten muss. Auf der Linie ist er ganz stark", sagt Trainer Rohrbacher. "Für Matthias ist es das erste Jahr A-Jugend. Er hat im Probetraining vollends überzeugt."

Ziel ist die Meisterschaft - und wenn möglich der Aufstieg in die Bundesliga. Daran ist die U17 des FCS ja gerade gescheitert. "Es hat schon zwei Wochen gedauert, bis das verdaut war. Aber aus solchen Rückschlägen kann man auch lernen", sagt Stürmer Jens Meyer, der nun in der Saarbrücker U19 durchstarten möchte: "In der A-Jugend darf man schon mal Richtung Aktive schauen. Das ist doch das Ziel. Für mich ist es ein Traum, irgendwann mal in der ersten Mannschaft des FCS zu spielen." Die nächsten Schritte auf dem Weg dahin werden Meyer und Co. nun in Angriff nehmen.