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Neujahrsansprache
„Es bleibt noch viel zu tun – nicht alles ist gut“

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) FOTO: dpa / Oliver Dietze
Saarbrücken. Die Ministerpräsidentin stellt in ihrer Neujahrsansprache eine Entlastung der Lehrer in Aussicht und will Hürden im Ehrenamt abbauen.

Viel Gutes habe das Jahr 2017 gebracht, einiges kann 2018 noch verbessert werden. In voller Länge drucken wir die Neujahrs­ansprache der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die an Silvester im SR ausgestrahlt wird:


„Wir erinnern uns an dieses Jahr, an die vergangenen Monate, und wir schauen nach vorne ins Jahr 2018. Wir tun dies individuell, aber auch gemeinsam. Die große Zahl von Rückblicken der vergangenen Tage, aber auch von Prognosen ins Jahr 2018 sind ein beredtes Beispiel dafür. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Bedanken dafür, dass jeder Einzelne von Ihnen, aber auch Sie alle zusammen so viel in den letzten Monaten dazu beigetragen haben, dass unser Land weiter nach vorne gekommen ist.



Sie haben dies getan als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, als Sie im März in so großer Zahl an den Landtagswahlen teilgenommen haben und mit Ihrer Stimme dafür gesorgt haben, dass es stabile und verlässliche politische Verhältnisse in diesem Land gibt. Sie haben dies getan als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, als Unternehmerinnen und Unternehmer in Industrie, in Handwerk, in Handel, in Dienstleistung, indem Sie durch Ihre Arbeit zum Wohlstand unseres Landes beigetragen haben. Sie haben es getan als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitskräfte und Hilfskräfte, die für unser aller Sicherheit gearbeitet haben. Sie haben dies getan im Gesundheits- und Pflegebereich, indem Sie sich um die gekümmert haben, die Ihrer Pflege besonders bedurft haben. Und Sie haben dies getan im Bildungsbereich – für die ganz Kleinen, über die Schulen, über die berufliche Bildung bis zur Hochschule, um den Menschen, um den Kindern in unserem Land eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Gemeinsam mit Ihnen haben wir viele positive Schritte nach vorne zurückgelegt. Wir haben Erfolge erzielt, im Wissenschaftsbereich, im Wirtschaftsbereich, bei der Verbesserung der Inneren Sicherheit. Aber es bleibt noch viel zu tun. Nicht alles ist gut – und wir haben auch Rückschläge in diesem Jahr erlebt. Wir müssen unser Bildungssystem noch besser ausstatten, wir müssen dafür sorgen, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer entlastet werden. Damit auch unsere Kinder besser lernen können. Wir müssen unsere Sicherheitskräfte unterstützen und wir müssen uns in unserer Wirtschaft auf die Veränderungen, die auf uns zukommen in der Digitalisierung, in der Elektromobilität, im internationalen Wettbewerb, einstellen. Aber wir können dies, wenn wir so zusammenhalten, wie wir dies in diesem Jahr getan haben.

Die Bertelsmann-Studie hat es uns schwarz auf weiß gezeigt, dass in keinem anderen Bundesland der Zusammenhalt und das Engagement der Menschen so groß ist wie hier bei uns im Saarland. Das sind nicht nur die hauptamtlichen, das sind vor allem die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie machen dieses Land reich und deshalb werden wir alles daran setzen, dass sie ihre Arbeit, ihr Engagement noch besser, noch leichter tun können, als das 2017 der Fall war.

Dazu brauchen wir Ihre Mitarbeit und ihre Mithilfe. Denn wir wollen im nächsten Jahr in einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung alles das verbessern, was Ihnen bei Ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Weg ist. Dazu werden wir eine große Runde einladen, um in der Praxis Dinge auf den Weg zu bringen, die Ihnen Ihr Engagement erleichtern.

In diesem Sinne freue ich mich auf ein Jahr 2018, das viele Herausforderungen mit sich bringen wird. Von dem ich aber sicher bin, dass wir es gut bewältigen können. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes, ein gesegnetes, ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2018. Und unserem Land und den Saarländerinnen und Saarländern ein Jahr 2018, in dem wir so gut zusammenstehen und zusammenarbeiten, wie wir dies in diesem Jahr getan haben.“