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Erste Arbeiten auf der Hinkelsbix

Männer wie Baggerfahrer Edgar Paulus arbeiten derzeit an den vorbereitenden Maßnahmen für die Großbaustelle Kombibad. Zusätzlich soll das Gelände nun in Teilen aufgeschüttet werden, um der Grundwasserproblematik zu begegnen. Foto: Thorsten Wolf
Männer wie Baggerfahrer Edgar Paulus arbeiten derzeit an den vorbereitenden Maßnahmen für die Großbaustelle Kombibad. Zusätzlich soll das Gelände nun in Teilen aufgeschüttet werden, um der Grundwasserproblematik zu begegnen. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Seit einigen Tagen sind auf dem Gelände auf der Hinkelsbix erste Baggerarbeiten im Gange. Hier soll das neue Kombibad an der Kaiserslauterer Straße entstehen. Die Arbeiten ruhen auf einer Teilbaugenehmigung. Von SZ-MitarbeiterThorsten Wolf

Die Bagger rollen auf der Hinkelsbix: Seit einigen Tagen laufen auf dem Gelände des geplanten neuen Kombibades an der Kaiserslauterer Straße auf Basis einer Teilbaugenehmigung erste Bauarbeiten. Und die haben der ehemaligen Wiesenfläche zwischen der Hochgeschwingskeits-Bahntrasse Mannheim-Paris und der früheren Glantalbahn zu einem komplett neuen Aussehen verholfen. Statt Grün dominiert nun Erdbraun, überall auf dem Areal bewegen sich Baumaschinen unterschiedlichster Größe, gestern waren zudem die Stadtwerke Homburg vor Ort.

Doch um den eigentlichen Baubeginn des oft und eingehend diskutierten Kombibad-Neubaus würde es sich nicht handeln, so Homburgs Pressesprecher Jürgen Kruthoff auf Nachfrage unserer Zeitung gestern. "Vielmehr geht es derzeit zum einen um vorbereitende Arbeiten, das so genannte Einrichten der Baustelle." Dazu zählten eben auch Erdarbeiten - und deswegen der unübersehbare Einsatz von schwerem Baugerät. Dieser Einsatz habe in seinem sichtbaren Umfang aber noch einen anderen Hintergrund. Und der liege in den Diskussionen rund um die Grundwasser-Situation im Baufeld begründet. Zur Erinnerung: Vor einigen Wochen hatten Informationen unserer Zeitung, der hohe Grundwasserstand an der Hinkelsbix könnte aufgrund von unvorhergesehenen, aber nötigen Schutzmaßnahmen für Becken und Gebäude die Kosten für den Neubau deutlich nach oben treiben, für Aufregung gesorgt. Dazu erklärte Kruthoff, dass der Bauträger nun die Absicht verfolge, diesem Problem durch eine entsprechende Aufschüttung des Geländes zu begegnen - und so dem Grundwasser zu entgehen. Diese Aufschüttung könne aufgrund ihres nötigen Umfangs einige Zeit dauern, deswegen war es Kruthoff auch nicht möglich, gestern den tatsächlichen Baubeginn zu terminieren. Der dürfte sich aber angesichts der Mengen an Erde, die nun augenscheinlich bewegt werden müssen, noch um einige weitere Tage nach hinten verschieben - eigentlich war der Spatenstich einmal für Mitte Juni angedacht.

Das zweite, brisante Thema, namentlich das einer möglichen Hochwassergefährdung des neuen Kombibades, beurteilte Jürgen Kruthoff gestern mit Blick auf die nun begonnenen Arbeiten so: "Die vom saarländischen Umweltministerium aufgezeigte mögliche Gefährdung des betroffenen Areals hat keine aufschiebende Wirkung auf die eigentlichen Arbeiten." So habe man sich in Saarbrücken damit zufrieden gegeben, dass die Stadt eben jenes Ingenieur-Büro mit einer Detailüberprüfung beauftragt habe, das schon für die Grobkartierung von Hochwassergefährungszonen im Saarland per Computersimulation zuständig gewesen sei. Würde dieses zweite Gutachten die Gefährdung am Standort des neuen Kombibades bestätigen, "dann werden wir natürlich reagieren", so Kruthoff. Generell sei eine solche Gefährdung, ausgehend von einem so genannten Jahrhundert-Ereignis als Ursache eines entsprechend heftigen Hochwassers, aber keine akute Gefahr. So bleibe Zeit, entsprechende Maßnahmen während des Baus des Kombibades zu ergreifen. "Dies liegt dann in der Zuständigkeit der Stadt und nicht der Bauunternehmen."