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Erst zum Masters, dann ganz vorne mitspielen

Markus Heinrich wird den SV Klarenthal bis zum Ende der Saison an der Seitenlinie als Trainer betreuen. Foto: Wieck
Markus Heinrich wird den SV Klarenthal bis zum Ende der Saison an der Seitenlinie als Trainer betreuen. Foto: Wieck
Klarenthal. "Wir gehören zu den besten acht Mannschaften in der Halle - das ist ein geiles Gefühl", sagt Florian Schworm, Torwart des Fußball-Verbandsligisten SV Klarenthal, zur Qualifikation seiner Mannschaft fürs Endturnier beim Volksbanken Hallenmasters. "Es ist das erste Mal für Klarenthal und für mich. Ich will zumindest die Vorrunde überstehen Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Klarenthal. "Wir gehören zu den besten acht Mannschaften in der Halle - das ist ein geiles Gefühl", sagt Florian Schworm, Torwart des Fußball-Verbandsligisten SV Klarenthal, zur Qualifikation seiner Mannschaft fürs Endturnier beim Volksbanken Hallenmasters. "Es ist das erste Mal für Klarenthal und für mich. Ich will zumindest die Vorrunde überstehen." Schon zum dritten Mal wird Kenneth Asante am Finalturnier teilnehmen. "Das Mastersfinale ist das Geilste überhaupt", erinnert sich Asante an seine beiden Teilnahmen mit dem SC Halberg Brebach, "wir haben in diesem Winter sechs Turniere gespielt und waren fünf Mal im Endspiel. Wir können jeden schlagen."Auch in der Trainerfrage scheint der SVK endlich offensiv geworden zu sein. Markus Heinrich, der die Truppe erfolgreich durch die Hallenrunde geführt hat, wird Trainer, der Forbacher Gerhard Köppel wird den Posten eines "Teamchefs" übernehmen. "Es mussten nur noch ein paar Formalitäten geklärt werden", erklärt SVK-Geschäftsführer Jörg Schmidt, "denn es ist ein zeitlich begrenztes Engagement bis zum Sommer. Zur neuen Saison wollen wir dann einen jungen, namhaften Trainer präsentieren, mit dem wir in den kommenden Jahren erfolgreich zusammenarbeiten wollen." Wer das sein soll, lassen die Verantwortlichen offen. Die Gespräche seien aber schon weit. "Wir hätten ihn gerne jetzt geholt, aber das ließ sich nicht darstellen", ergänzt SVK-Vorsitzender Uwe Kreis, "er will seinen Vertrag bei einem anderen Verein noch erfüllen - das zeigt Charakter."


Mit der Verpflichtung des zuletzt in Saargemünd tätigen, 60-jährigen Gerhard Köppel soll jetzt wieder Ruhe in den Verein kommen. Das Verwirrspiel begann Anfang Dezember 2012, als der bisherige Trainer Alexander Stamm seinen Wechsel nach der Saison zum SC Halberg Brebach ankündigte (wir berichteten). Zunächst wollten beide Seiten den Vertrag bis Sommer erfüllen, zum Jahreswechsel kam dann die überraschende sofortige Trennung. "Es sind Dinge vorgefallen, die uns zum sofortigen Handeln gezwungen haben", erklärt Uwe Kreis, man wolle aber keine "schmutzige Wäsche waschen. Beide Seiten haben sich ausgesprochen. Es gibt gegenseitig keinerlei Ansprüche mehr. Punkt."

Stamm löst nun in Brebach mittlerweile den glücklosen Trainer Dominik Jung ab. Dem 30-jährigen Übungsleiter sollen die Klarenthaler Leistungsträger Julien Turnau und Daniel Magno möglichst noch in der Winterpause folgen. Entsprechende Anfragen liegen vor. Nach SZ-Informationen sind erste Gespräche zwischen den Vereinen allerdings erfolglos geblieben. "Gibt es keine Einigung, bleiben sie bei uns oder spielen bis zum Saisonende nicht mehr", zeigt Kreis Kante.



Auch die Klarenthaler selbst haben das Transfer-Fenster in der Winterpause genutzt. Vom 1. FC Riegelsberg kommt Abwehrspieler Morca Pranjic, aus St. Avold Stürmer Jimmy Amondoun. "Jimmy sollte schon zum Saisonbeginn kommen, dann gab es ein paar Probleme mit den Wechselformalitäten", sagt Geschäftsführer Schmidt, "außerdem stehen wir noch in Gesprächen mit einem weiteren Defensiv-Mann." An der Zielsetzung soll sich nichts ändern. "Wir wollten vorne mitspielen", bekennt Uwe Kreis, "die Mannschaft hat mir gesagt, sie sei da, um mit dem SVK aufzusteigen. Das macht mich stolz."

Dass die Jungs voll bei der Sache sind, zeigt das Abschneiden in der Qualifikation zum Hallenmasters. "Das Erreichen des Finals ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte", so Kreis. Nicht nur wegen des sportlichen Erfolges erteilt Kreis Gerüchten, er wolle von seinem Amt zurücktreten, eine klare Absage: "Wir haben ein tolles Vorstandsteam aufgebaut. Ich werde nicht aufhören, nur weil ein Trainer uns verlassen hat." Und so kurz vor dem Masters-Finale schon gar nicht. "Ich werde

nicht aufhören, nur

weil ein Trainer uns verlassen hat."

Uwe Kreis,

Vorsitzender des SV Klarenthal