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Erntezeit wartet mit Rekord-Kürbis auf

Urexweiler. Schon jetzt macht der Gigant im Gewächshaus seinem Namen alle Ehre. Der Riesen-Kürbis "Atlantic Giant" im Garten von Rosi und Elmar Hubertus aus Urexweiler hat enorme Ausmaße - und er wächst noch. Bei der Riesenkürbiszüchter-Saarlandmeisterschaft, die am Samstag, 29 Von SZ-Redaktionsmitglied Frauke Scholl

Urexweiler. Schon jetzt macht der Gigant im Gewächshaus seinem Namen alle Ehre. Der Riesen-Kürbis "Atlantic Giant" im Garten von Rosi und Elmar Hubertus aus Urexweiler hat enorme Ausmaße - und er wächst noch. Bei der Riesenkürbiszüchter-Saarlandmeisterschaft, die am Samstag, 29. September, 15 Uhr, erstmals beim Norweger-Club in Marpingen-Urexweiler (im Brühl) statt wie bisher in Gehweiler bei Namborn ausgetragen wird, hat er beste Chancen auf eine Gewichts-Sensation. "Der Kürbis wiegt schon mehr als 500 Kilo", sagt Elmar Hubertus, amtierender Meister. "Der bisher schwerste Kürbis im Land hat 422 Kilo gewogen." Für 2012 liegt also ein Rekord in der Luft. Was unterdessen bereits fest steht: Züchter, Gärtner und Landwirte im Saarland erleben ein gutes Kürbis-Jahr.Nicht nur der Koloss ihres Mannes zeuge davon, sagt Rosi Hubertus, die im Garten Zier- und Speisekürbisse anbaut. "Auch die wachsen dieses Jahr sehr gut." Obwohl der Frühling zwar feucht genug, aber recht kalt für Kürbisse war, melden auch Gartenbauer und Landwirte mancherorts überdurchschnittliche Ergebnisse. Gute Pflege habe das mäßige Wetter dabei wohl ausgleichen können, sagt Monika Lambert-Debong, Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz in Schmelz. "Kürbisse sind anspruchsvolle Pflanzen. Sie wachsen nur bei bester Kulturführung, Düngung und Wassergabe. Und das Frühjahr war eigentlich nicht so gut." Für Kleingärtner ohne die besten Böden oder Methoden wie bei Bauern oder Züchtern - der Urexweiler Gigant wird abends in warme Decken gepackt und mittags vor Sonnenbrand geschützt - habe es zuweilen auch Miss-Erfolg im Kürbis-Beet gegeben. Schmackhaftes und hochwertiges Herbst-Gemüse sei im Land dennoch gewachsen, Lambert-Debong mag aber eher von einem "durchschnittlichen Jahr" sprechen.



Zufrieden zeigt sich Frank Faust, Junior-Chef von Faust Gemüsebau in Saarlouis-Lisdorf. "Ich erwarte, dass der Ertrag über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen wird." Auf den Feldern der Lisdorfer Landwirte sei die Ernte bereits im Gange, Verbraucher hätten schon die Wahl zwischen verschiedenen Sorten. Vor allem die beliebte und meistangebaute Sorte Hokkaido sei bei ihm gut gediehen, sagt Faust. "Wir haben erst Ende Mai gepflanzt, da war die Kälte schon vorbei. Juni und Juli waren dann recht schön bei Regen in Maßen, alle Kürbisse sind gut gewachsen." Noch sei die Nachfrage nicht sehr hoch, sagt der Landwirt. Für Kürbissuppe und Halloween-Stimmung, die das Herbst-Gemüse zuletzt immer beliebter gemacht hätten, sei das Wetter noch zu sommerlich. Das Angebot sei hingegen schon reichlich vorhanden.

Rezept-Idee

Hedwig Garbade, Vorsitzende des Verbands der Saarlandfrauen aus Perl-Eft, kocht am liebsten folgendes Kürbissuppenrezept: Zwei Hokkaido-Kürbisse schälen und ausnehmen, so dass etwa ein Pfund Fruchtfleisch übrigbleibt, dazu etwa die Hälfte des Kürbisgewichts an geschälten Äpfeln mischen. In der Pfanne eine gehackte Zwiebel anbräunen, Kürbis-Apfel-Mix, Salz, Ingwer und Curry dazugeben und köcheln. Die Masse mit dem Stampfer zerdrücken oder pürieren. Zum Schluss Gemüsebrühe-Pulver dazutun. Bei Bedarf mit Sahne verfeinern. red