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Volksbegehren für G9 im Saarland
Ergebnis des gescheiterten Volksbegehrens: 29 401 Unterschriften

Für ein erfolgreiches Volksbegehren hätten sieben Prozent und damit gut 54 000 Menschen dafür stimmen müssen. (Symbolbild)
Für ein erfolgreiches Volksbegehren hätten sieben Prozent und damit gut 54 000 Menschen dafür stimmen müssen. (Symbolbild) FOTO: Armin Weigel / dpa
Saarbrücken. Das Anfang Januar gescheiterte Volksbegehren zur Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums im Saarland haben 29 401 Menschen unterstützt. Dies seien lediglich 3,79 Prozent der Stimmberechtigen, teilte der Landeswahlausschuss am Mittwoch in Saarbrücken mit. Für ein erfolgreiches Volksbegehren hätten sieben Prozent und damit gut 54 000 Menschen dafür stimmen müssen. dpa/lrs

Die Elterninitiative „G9-jetzt!“ hatte das Volksbegehren bereits kurz nach Abschluss der dreimonatigen Abstimmungszeit nach vorläufigen Zahlen für gescheitert erklärt. Wären die nötigen Unterschriften zusammengekommen, hätte sich der Landtag mit dem Thema befassen müssen.


Die Sprecherin der Initiative „G9-jetzt!“, Katja Oltmanns, wertete die knapp 30 000 Stimmen „als Erfolg“, auch wenn das Quorum nicht ausgereicht habe. Um die Schulpolitik dennoch zu einer Veränderung zu bewegen, habe die Initiative bereits Anfang Januar eine Online-Petition gestartet. Diese hatten bis Mittwoch rund 16 300 Menschen unterschrieben.

Das Saarland hatte 2001 als erstes Bundesland die Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre verkürzt. An Gemeinschaftsschulen ist das Abitur nach neun Jahren möglich. Andere Bundesländer sind bereits zu G9 zurückgekehrt oder haben den Schritt angekündigt.