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Entwicklungspolitische Verbände wollen sich besser vernetzen

 Der Saarbrücker Verein "Haus Afrika" gehört zum Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland und fördert kulturellen Austausch. Foto: Das Bilderwerk
Der Saarbrücker Verein "Haus Afrika" gehört zum Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland und fördert kulturellen Austausch. Foto: Das Bilderwerk
Nonnweiler. Entwicklungspolitisch engagierte Verbände aus dem Saar-Lor-Lux-Raum wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Das äußerten Vertreter aus dem Saarland, aus Lothringen und Luxemburg am Freitag anlässlich des ersten Afrika-Forums in der Europäischen Akademie Otzenhausen Von SZ-Mitarbeiter Benjamin Rannenberg

Nonnweiler. Entwicklungspolitisch engagierte Verbände aus dem Saar-Lor-Lux-Raum wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Das äußerten Vertreter aus dem Saarland, aus Lothringen und Luxemburg am Freitag anlässlich des ersten Afrika-Forums in der Europäischen Akademie Otzenhausen. Rund 90 Vertreter und Multiplikatoren von Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, aus Kirchen, Umweltverbänden sowie aus den Landes- und Regionalverwaltungen der Großregion kamen zu der zweitägigen Veranstaltung.Bis dato sei so etwa bislang auch kein Kontakt zwischen den nicht-staatlichen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit aus dem Saarland und Luxemburg zu Stande gekommen, bilanzierte Patrick de Rond, Chef des Dachverbandes der luxemburgischen Nichtregierungsorganisationen. Dem Verband gehören 83 in der Entwicklungshilfe tätige Organisationen an - darunter Rotes Kreuz, Caritas sowie etliche kleinere regionale Initiativen und Projekte. "Diesen Kontakt sollte man nach diesem ersten Afrika-Forum aufbauen," betonte de Rond.


Harald Kreutzer, Koordinator des Netzwerkes Entwicklungspolitik im Saarland (NES), begrüßte das Vorhaben. Knapp 40 Mitglieder gehören derzeit dem Dachverband saarländischer Nichtregierungsorganisationen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen an. "Wir versuchen die Leute im Saarland mitzunehmen. Unser entwicklungspolitischer Ansatz besteht darin, die Bevölkerung in Bildungseinrichtungen und bei öffentlichen Veranstaltungen zu sensibilisieren", betonte Kreutzer. Denkbar sei, dass man zunächst die Nichtregierungsorganisationen zusammenbringt, die Interesse daran haben sich zu vernetzen. Danach könne man sich überlegen, diesen Prozess weiterzuentwickeln, regte Kreutzer an. "Wenn man staatliche Akteure mit ins Boot nimmt, kann das dazu führen, dass die Entscheidungsprozesse verlangsamt werden", schränkte Kreutzer allerdings ein. Ziel des ersten Afrika-Forums war es, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für den Kontinent und die mit ihm verbundenen Herausforderungen zu schaffen, wie die ausrichtende Asko Europa-Stiftung mitteilte.