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| 20:27 Uhr

Entscheidung nach dem Schlusspfiff

Björn Zintel von der HSG Völklingen (Mitte) war am Samstag von den Spielern der HSG Rhein-Nahe Bingen schwer zu stoppen. Er war beim 36:35-Sieg neun Mal erfolgreich. Sein letztes Tor erzielte Zintel nach dem Schlusspfiff, als er einen Siebenmeter sicher verwandelte. Foto: Horst Klos
Björn Zintel von der HSG Völklingen (Mitte) war am Samstag von den Spielern der HSG Rhein-Nahe Bingen schwer zu stoppen. Er war beim 36:35-Sieg neun Mal erfolgreich. Sein letztes Tor erzielte Zintel nach dem Schlusspfiff, als er einen Siebenmeter sicher verwandelte. Foto: Horst Klos
Völklingen. "Ich dachte: Den macht er auf jeden Fall. Björn ist da eiskalt", sagte Thore Quarz mit einem Lächeln. Der Torwart der A-Jugend der HSG Völklingen gewann mit seiner Mannschaft in einem spannenden Bundesliga-Spiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit 36:35 (18:20). In der dramatischen Partie fiel die Entscheidung erst nach dem Schlusspfiff Von SZ-Mitarbeiter Sebastian Weisbrodt

Völklingen. "Ich dachte: Den macht er auf jeden Fall. Björn ist da eiskalt", sagte Thore Quarz mit einem Lächeln. Der Torwart der A-Jugend der HSG Völklingen gewann mit seiner Mannschaft in einem spannenden Bundesliga-Spiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit 36:35 (18:20). In der dramatischen Partie fiel die Entscheidung erst nach dem Schlusspfiff. Es stand 35:35, als das Schiedsrichter-Gespann Völklingen noch einen Siebenmeter zusprach - der Schlusspfiff war bereits ertönt, als Björn Zintel sich den Ball schnappte. Er behielt die Nerven und traf mit der letzten Aktion des Spiels zum Völklinger Sieg. "Wir hatten in der Schule Sportpsychologie. Da habe ich gelernt, dass man in so einer Situation ruhig atmen und an positive Dinge denken muss", erklärte Zintel.Gegen die bis auf Tabellenrang sechs stehenden Gäste musste der Völklinger Trainer Marcus Simowski auf einige Akteure verzichten. Neben den verletzten Lucian Scheid, Rouven Louis und Eric Grünemeier konnte Davide Servello krankheitsbedingt nicht spielen. Die etwa 500 Zuschauer in der Hermann-Neuberger-Halle sahen am Samstag eine intensiv geführte Partie, in der sich der Tabellenführer nach zehn Minuten beim Stand von 9:6 erstmals absetzen konnte. Danach präsentierte sich Völklingen in der Deckung aber ungewohnt löchrig und vergab im Angriff eine Reihe guter Torchancen. Eine in der Folge stark aufspielende Binger Mannschaft nutzte diese schwache Phase der Gastgeber und ging in Führung. Diese gab sie zur Halbzeit nicht mehr ab (20:18).

Kurz nach Wiederanpfiff ein Schock für die Heimmannschaft: Yves Kunkel, bis zu dem Zeitpunkt bester Werfer auf Völklinger Seite war, zog sich beim Zusammenprall mit Nationalmannschaftskollege Max Bettin eine Fußverletzung zu und konnte nicht weiterspielen. Fortan zeigte sich Völklingen verunsichert und Simowski musste mit ansehen, wie seine Schützlinge nach 37 Minuten beim 20:26 einem Rückstand von sechs Toren hinterherliefen. "Obwohl da noch fast 25 Minuten zu spielen waren, haben wir versucht Chancen zu erzwingen und deshalb viele Bälle verworfen. Außerdem haben wir Max Bettin und Lukas Helf heute nicht richtig in den Griff bekommen", erklärte Zintel. Trotz des Schocks durch die Verletzung ihres Schlüsselspielers und des Rückstandes zeigte die Völklinger Mannschaft großen Kampfgeist. Sie holte Tor um Tor auf und schaffte zwei Minuten vor Schluss das 34:34. Vor allem Zintel und Cornelius Berstecher übernahmen in dieser Phase die Verantwortung, außerdem erwies sich Quarz als sicherer Rückhalt. "So schlimm der Ausfall von Yves auch war, vielleicht hat er aber dazu beigetragen, dass wir eine Jetzt-erst-recht-Einstellung entwickelt haben", erklärte Quarz.

Bester Werfer für die Gäste war Helf mit 13 Toren, für Völklingen war Zintel neun Mal erfolgreich. Im nächsten Spiel am 3. Februar, 16 Uhr, tritt der Tabellenführer zum Gipfeltreffen beim Verfolger TV Hüttenberg an. Durch den Sieg konnten die Völklinger ihren Vorsprung auf Hüttenberg, das Spielfrei war, auf sieben Punkte ausbauen.