| 00:00 Uhr

Endstation Halbfinale

Neunkirchens Innenverteidiger Benjamin Ludwig (Mitte) kämpft, kann Saarbrückens Philipp Hoffmann (links) aber nicht stoppen. Am Ende war die Borussia mit dem 1:3 noch gut bedient. Foto: Rup
Neunkirchens Innenverteidiger Benjamin Ludwig (Mitte) kämpft, kann Saarbrückens Philipp Hoffmann (links) aber nicht stoppen. Am Ende war die Borussia mit dem 1:3 noch gut bedient. Foto: Rup FOTO: Rup
Großrosseln. Für die SV Elversberg II und Borussia Neunkirchen war in Großrosseln im Halbfinale Schluss. Die SVE verlor trotz 3:1-Führung gegen Völklingen, Neunkirchen hatte gegen den 1. FC Saarbrücken II schlicht keine Chance. Von SZ-MitarbeiterJanek Böffel

Am Ende waren beide Neunkircher Fußball-Oberligisten ausgeschieden. Sowohl für Borussia Neunkirchen als auch für die zweite Mannschaft der SV Elversberg war unter der Woche beim Sparkassen-Cups in Großrosseln im Halbfinale Endstation. Und doch waren die Schlussfolgerungen ganz unterschiedlich.

"Da hat uns einfach die Cleverness gefehlt", fasste Thomas Will, Mittelfeldspieler der SVE das 6:7 am Dienstag gegen den SV Röchling Völklingen im Elfmeterschießen zusammen. Und tatsächlich war das eine der wenigen Fragen, die sich das Team von Trainer Peter Eiden gefallen lassen musste. Mit 3:1 führte sie nach 72 Minuten, war souverän und spielfreudig aufgetreten. Insbesondere Freddi Kyereh sorgte mit seinen schnellen Vorstößen für Gefahr. Er war es dann auch, der das 1:0 von Kevin Saks (22.) vorlegte. Und sie ließen sich auch nicht durch den Ausgleich von Giuseppe Vituzzi (42.) aus dem Konzept bringen.

Erst traf Kai Gebhardt vor der Pause zur erneuten Führung, ehe Marcel Linn nach 64 Minuten die scheinbare Vorentscheidung glückte. Dass Völklingens Kapitän Sammer Mozain dann in der 73. Minuten per Foulelfmeter zum 2:3-Anschluss verkürzte, wirkte erst nur wie ein Schönheitsfehler. Doch plötzlich schlichen sich Fehler bei der SVE ein. Wo sie zuvor noch schnell und mit Zug nach vorne spielte, wirkte nun vieles überhastet. Und die erfahrene Völklinger Mannschaft wusste das zu nutzen. Angriff um Angriff ging auf die SVE nieder, und nach 86 Minuten war es so weit. Nach einer Flanke von Mizgin Demir stieg Michael Ogrodniczek am höchsten und köpfte den Ball ins Tor. Elversberg hatte die Führung verspielt und musste ins Elfmeterschießen - das Völklingen mit 7:6 gewann. Und so geht es am morgigen Samstag nicht gegen den 1. FC Saarbrücken II um den Turnier-Sieg, sondern um 17 Uhr gegen Borussia Neunkirchen um Platz drei.

Bei der Borussia war es bei Weitem nicht so eng. "Das war ein Klassen-Unterschied. Das einzig Gute war das Ergebnis", sagte der ernüchterte Borussen-Trainer Dieter Ferner. Mit 1:3 hatte seine Mannschaft am Mittwochabend gegen den 1. FC Saarbrücken II verloren. Und damit war die Borussia tatsächlich gut bedient. Gerade einmal 45 Sekunden nach dem Anpfiff lag Neunkirchen schon hinten. FCS-Kapitän Philipp Hoffmann hatte sich auf der rechten Seite gleich gegen drei Gegenspieler durchgesetzt und zum 1:0 getroffen. Yacine Hedjilen machte zwar nach zehn Minuten den Ausgleich perfekt, doch der hatte gerade einmal drei Minuten Bestand. Diesmal gab der bärenstarke Hoffmann die Vorlage für Jannik Schliesing, der Sebastien Flauss im Neunkircher Tor keine Chance ließ. Und nach 25 Minuten hatte der Ex-Neunkircher Martin Forkel das Spiel mit seinem Kopfball zum 3:1 schon im Grunde entschieden.

Dass es beim 1:3 blieb, dafür konnte sich die Borussia beim FCS bedanken, der nach der Pause mehrere Gänge zurückschaltete. Es gibt also noch viel zu tun für die Schwarz-Weißen. Doch bei den benötigten Neuzugängen sieht es im Moment düster aus. Ferner flüchtet sich in Zweckoptimismus: "Die Hoffnung stirbt zuletzt."