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| 22:10 Uhr

Ende der Zweisamkeit?

Bislang waren die beiden großen Parteien CDU und SPD im Oberthaler Gemeinderat seit Jahrzehnten unter sich. Mit dem Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde wird sich das nach dem 7. Juni wohl ändern. Die neue Regelung bedeutet nicht automatisch, dass jede Partei, die eine Liste aufstellt, auch ein Mitglied im Rat stellen wird Von SZ-Redakteur Dagobert Schmidt

Bislang waren die beiden großen Parteien CDU und SPD im Oberthaler Gemeinderat seit Jahrzehnten unter sich. Mit dem Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde wird sich das nach dem 7. Juni wohl ändern. Die neue Regelung bedeutet nicht automatisch, dass jede Partei, die eine Liste aufstellt, auch ein Mitglied im Rat stellen wird. Denn im Durchschnitt müssen etwa drei Prozent der Stimmen auf eine Partei entfallen, damit sie in den Gemeinderat einziehen kann. Die Grünen und die Linke haben diesmal Listen für den Oberthaler Gemeinderat aufgestellt. Die Grünen hatten es auch schon 2004 probiert. Scheiterten damals aber mit 3,4 Prozent der Stimmen. In diesem Jahr könnte ein solches Ergebnis für einen Sitz im Rat reichen.Auch wenn sich CDU und SPD im Rat alleine gegenüber saßen, die harten Konfrontationen blieben in den vergangenen 15 Jahren meist aus. Das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger stand bei beiden Fraktionen immer im Vordergrund. Entscheidungen wurden zwar nicht immer einstimmig gefällt. Im Laufe der Zeit wurden sie aber anerkannt und auf ihrer Grundlage wurde weitergearbeitet. Auch wenn sie nie im Gemeinderat saß, mit der Wahl von Bürgermeisterin Sigrid Morsch veränderte sich die politische Landschaft in der Gemeinde. 1990 vom Gemeinderat, damals hatte die SPD noch die Mehrheit, verschaffte Sigrid Morsch ihrer CDU in Oberthal immer größeres Ansehen. 1994 erreichte die CDU mit 55,6 Prozent eine klare Mehrheit und baute sie 1999 und 2004 bis auf 61,6 und 64,2 Prozent aus. Ihr Mehrheit verteidigen, das ist das erklärte Ziel der Christdemokraten, die auch in drei von vier Ortsteilen den Ortsvorsteher stellt. Die Sozialdemokraten wollen natürlich die Mehrheit der CDU knacken und stärkste Fraktion werden. Denn dass sie auch im neuen Gemeinderat unter sich sind, davon gehen die beiden Großen nicht aus.Die Grünen erhoffen sich einen Sitz im Gemeinderat. Mehr als zwei können es aber nicht werden, denn nur zwei Kandidaten umfasst ihre Liste. Die Linke hält sich mit Prognosen zurück. Beide kleinen Parteien haben sich auf die Gemeinderatswahl beschränkt. In den vier Ortsräten werden auch in den kommenden Jahren die CDU und die SPD unter sich sein. Listen der Grünen und der Linken gibt es nicht. Bunter könnte es dort nur werden, wenn ein Ortsratsmitglied das Parteibuch wechselt. 5300 Wähler sind am 7. Juni in Oberthal zur Wahl aufgerufen. Und die haben einen guten Ruf zu verteidigen. In den vergangenen Jahren zählten sie landes- und bundesweit zu den Eifrigsten.