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Einig beim Thema Jugendarbeit

Homburg/St. Ingbert. Der saarpfälzische Kreistag beschäftigte sich auf seiner wahrscheinlich letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 7. Juni gleich mit 17 unterschiedlichen Tagesordnungspunkten Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg/St. Ingbert. Der saarpfälzische Kreistag beschäftigte sich auf seiner wahrscheinlich letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 7. Juni gleich mit 17 unterschiedlichen Tagesordnungspunkten. In allen Abstimmungen einstimmig brachten die Abgeordneten dabei ganz unterschiedliche Projekte und Beschlüsse auf den Weg, darunter auch zwei, die sich ganz gezielt mit Jugendarbeit befassten (wir berichteten kurz). So stellte der Kreistag mit seinem Ja zu den "Zweckgebundenen Finanzierungszusagen über Drittmittel" für die Projekte "Kompetenzagentur Saarpfalz-Kreis" und "Schulverweigerung - die zweite Chance" deren Weiterführung in der bisherigen Form sicher.


Kümmert sich die erstgenannte Initiative um die Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Berufsleben, so widmet sich das zweite Projekt dem Problem von Jugendlichen, die sich der schulischen Ausbildung bewusst entziehen.

Landrat Clemens Lindemann verdeutlichte in diesem Zusammenhang, aber auch mit Blick auf die Entscheidung des Kreistages, die sozialpädagogische Betreuung einiger Schulformen an den Berufsbildungszentren im Kreis auch für das Schuljahr 2009/2010 sicherzustellen, erneut die Bedeutung von vorbeugender Jugendarbeit. "Mehr und bessere Prävention würde solche Projekte überflüssig machen."



Ebenfalls Thema der Kreistagssitzung: Der ambulante Hospizdienst der Caritas Saarpfalz. Die Caritas hatte im März dieses Jahres einen Zuschuss für das Jahr 2009 zu den Personal- und Sachkosten beantragt. Mit Reflektion auf entsprechende finanzielle Zuwendungen im Jahr zuvor gaben die Abgeordneten grünes Licht für eine Unterstützung in Höhe von 13 000 Euro.

Erneut um Kinder und Jugendliche ging es bei den Beratungen des Kreistages zu einem Präventionsprojekt, das sich mit dem Spannungsfeld "Jugend, Geld und mögliche Schulden" befasst. In Zukunft sollen mit einer halben Verwaltungsstelle im Bereich der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle des Kreises an Schulen des Saarpfalzkreises Kinder und Jugendliche im eigenverantwortlichen Umgang mit Geld geschult werden, um so diese Zielgruppe vor einer möglichen Schuldenfalle zu bewahren. Grundlage für dieses Projekt ist ein Modellversuch aus dem Jahre 2006, der bei Schülern und Lehrern große Resonanz erzeugte. Gute Nachrichten gab es auch für den Neubau eines Seniorenpflegeheimes in Kirkel-Limbach. Dem Entschluss des dortigen Gemeinderates folgend, empfahl der Kreistag dem Sozialministerium des Saarlandes, den zukünftigen Betreiber, die gemeinnützige Heimbetriebsgesellschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), mit 54 Pflegeplätzen in den Landespflegeplan aufzunehmen.

Guido Jost, Landesvorsitzender des ASB, gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass schon Anfang Juni die Arbeiten in Limbach beginnen würden. > weiterer Bericht folgt