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Eine Ausstellung zum jüdischen Leben in Illingen

Illingen. "Es war eine große Überraschung, als wir unsere Aufgabenstellung bekommen haben", erzählt Monika Detzler von den Pfadfindern aus Illingen. Sowohl eine Ausstellung als auch einen alternativen Rundgang zum jüdischen Leben in Illingen entwickeln und dazu noch Gedenktafeln anfertigen, das war die Aufgabe, der sich die Gruppe stellen musste

Illingen. "Es war eine große Überraschung, als wir unsere Aufgabenstellung bekommen haben", erzählt Monika Detzler von den Pfadfindern aus Illingen. Sowohl eine Ausstellung als auch einen alternativen Rundgang zum jüdischen Leben in Illingen entwickeln und dazu noch Gedenktafeln anfertigen, das war die Aufgabe, der sich die Gruppe stellen musste. Und zunächst war sie ein bisschen skeptisch, wie alle Akteure der Gruppe mit eingebunden werden können, die jüngsten der 30 Teilnehmer an der Aktion 72 Stunden gerade mal zehn, die ältesten bereits gut 40 Jahre alt. Doch dann entdeckte man in Illingen, dass die Altersstruktur durchaus auch Vorteile haben kann und begann zu arbeiten. "Ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof hat den Jüngsten vieles vermittelt und das verarbeiten sie nun für die Ausstellung in gemalten Bildern. Zudem machen wir alle einen ganz besonderen Ausflug in die Illinger Geschichte", so Detzler. Während die Kinder am Malen waren, recherchierten die älteren am Computer oder in Büchern. Die Leiterin zeigte sich bereits am Samstagmittag zufrieden mit den Arbeitsergebnissen und war zuversichtlich in Sachen Ausstellungseröffnung. "Vor allem ist es schön, dass unsere Arbeit weitergemacht wird. Unsere Gemeinde übernimmt die Ausstellung und noch viele Menschen werden sehen, was wir zusammengetragen haben." cim