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Einbruch in Püttlingen
Einbrecher bei Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer

 Nach dem Einbruch ins Wohnhaus der Familie Kramp-Karrenbauers ermittelt jetzt auch der Staatsschutz.
Nach dem Einbruch ins Wohnhaus der Familie Kramp-Karrenbauers ermittelt jetzt auch der Staatsschutz. FOTO: BeckerBredel
Püttlingen/Saarbrücken. Durch ein Fenster verschafften sich die Täter Zutritt ins Wohnhaus der Regierungschefin in Püttlingen. Sie erbeuteten Schmuck und Bargeld. Von Dietmar Klostermann

Einen niedrigen dreistelligen Bargeldbetrag und Schmuckstücke haben bisher unbekannte Einbrecher im Püttlinger Eigenheim der Familie von Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am frühen Mittwochabend erbeutet. Wie die Polizei gestern mitteilte, haben die Täter zwischen 17 bis 20.10 Uhr in dem „Anwesen“ von Kramp-Karrenbauer zugeschlagen.


Ein Sohn der Saar-CDU-Chefin habe nach dem Heimkommen den Einbruch entdeckt und die Polizei alarmiert, sagte Polizeisprecher Falk Hasenberg der SZ. Die Täter hätten sich über ein aufgebrochenes Fenster Zugang ins Haus verschafft und mehrere Räume durchwühlt, sagte Hasenberg. Ob an den Fenstern des Wohnhauses im Neubaugebiet Am Heidknüppel Sicherungssysteme angebracht gewesen seien, sei nicht bekannt, so Hasenberg. Die Kripo fahnde nach den Tätern, auch die Staatsschützer der Saar-Polizei seien in die Ermittlungen eingebunden. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Regierungsunterlagen gestohlen worden, erklärte Hasenberg.

Der Sprecher der Saarbrücker Staatskanzlei, Thorsten Klein, sagte der SZ, dass sich keine Dokumente der Landesregierung im Wohnhaus in Püttlingen befänden. Der Einbruch habe keine Auswirkungen auf die Arbeit der CDU/SPD-Landesregierung. Auf die Frage, wie es der Ministerpräsidentin nach dem dreisten Einbruch gehe, sagte Klein, dass sie ganz normal ihren Job mache. Der Familie gehe es wie jeder anderen Familie, bei der eingebrochen worden sei.



Polizeisprecher Falk Hasenberg sagte, dass es in den vergangenen Tagen im Püttlinger Wohngebiet Am Heidknüppel keine weiteren Einbrüche gegeben habe. Auf die Frage, wie oft die Polizei das Wohnhaus von Annegret Kramp-Karrenbauer täglich auf Auffälligkeiten kontrolliere, sagte Hasenberg, dass es bestimmte Schutzkategorien für Spitzenpolitiker gebe. Danach richte sich auch Form und Häufigkeit der Polizeimaßnahmen. „Aus polizeitaktischen Gründen kann ich Ihnen dazu nicht mehr sagen“, erklärte Hasenberg. Ebenso wenig wollte Hasenberg dazu sagen, ob es in der jüngeren Vergangenheit bereits weitere Einbrüche bei saarländischen Spitzenpolitikern gegeben habe. „Das sind alles Schutzpersonen, darüber geben wir keine Auskunft“, erklärte Polizeisprecher Hasenberg.