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Ein Traum hat sich erfüllt

Saarbrücken. Debüt, Tor, Sieg. Besser kann es wahrlich nicht laufen. Juliana Edwards (23) hat beim 1. FC Saarbrücken einen gelungenen Einstand gefeiert. Am vergangenen Sonntag beim SC Sand (6:0) kam sie erstmals zum Einsatz - und krönte ihre starke Leistung mit dem Tor zum 5:0 Von SZ-Mitarbeiter Jan Morawski

Saarbrücken. Debüt, Tor, Sieg. Besser kann es wahrlich nicht laufen. Juliana Edwards (23) hat beim 1. FC Saarbrücken einen gelungenen Einstand gefeiert. Am vergangenen Sonntag beim SC Sand (6:0) kam sie erstmals zum Einsatz - und krönte ihre starke Leistung mit dem Tor zum 5:0. An diesem Sonntag im Heimspiel gegen Wattenscheid 09 (14 Uhr, Stadion Kieselhumes) steht Edwards, die in der Winterpause ins Saarland kam, erneut im Kader. Spielberechtigt ist sie allerdings erst seit 14 Tagen, da sie nach dem Transfer eine Frist abwarten musste. Obwohl sie nur Englisch spricht und die Kommunikation entsprechend schwierig ist, wurde Edwards von ihren Mitspielerinnen sehr gut aufgenommen. Umgekehrt hat sie sich, laut Trainer Winfried Klein, sehr gut eingefügt: "Sie ist voll und ganz integriert und ein wichtiger Teil der Mannschaft." Als Stürmerin bringt sie für den FCS neue Qualitäten mit: "Juliana ist körperlich sehr robust, was uns vor allem in der Bundesliga enorm weiterhelfen würde. Zusätzlich verfügt sie über einen starken linken Fuß und ein hervorragendes Kopfballspiel", beschreibt der Trainer seinen neuen Schützling.Gelernt hat Juliana Edwards das Kicken in den USA. Sie stammt aus Seattle im Bundesstaat Washington. Und dort spielte sie fünf Jahre lang mit Dani Marie Bridges zusammen, die seit Saisonbeginn beim FCS unter Vertrag steht. Über sie kam nun auch der Kontakt zustande. "Ich wollte nach dem College-Fußball schon immer in Übersee spielen. Da Dani mir empfohlen hatte zu kommen und der FCS amerikanische Spielerinnen suchte, habe ich zugesagt. Damit ist für mich ein Traum wahrgeworden", erzählt sie. Einen freundlichen, aufgeschlossenen Eindruck macht sie allemal - vor allem als vor dem SZ-Fotografen posiert. Angefeuert natürlich vom Rest der Mannschaft. In Saarbrücken lebt Edwards zusammen mit den beiden US-Amerikanerinnen Bridges und Kelly Cronkrite in einer Wohngemeinschaft. Und überhaupt gefällt es ihr im Saarland sehr gut, nur der "Soccer" selbst sei hier anders als in Amerika. "Hier wird viel technischer gespielt. Jede Spielerin kann sehr viel am Ball", findet Edwards. Der Aufstieg mit dem FCS ist auch für sie ein wichtiges Ziel, damit sie sich künftig in der Bundesliga beweisen kann: "Ich habe schon gehört, dass es da viel härter zur Sache geht. Ich denke, das liegt mir." Für ihre Zukunft wünscht sich Juliana Edwards, dass sie in Saarbrücken bleiben kann: "Ich möchte gerne zur neuen Saison wieder hierher zurückkehren und weiter für den FCS auflaufen." Mit Toren wie dem gegen Sand könnte sie bis zum Saisonende noch reichlich Argumente liefern. > siehe auch Seite D 2