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Ein Regenbogen und eine Taube

Merzig. Das Lachen von Kindern, die auf dem Hang nahe des Merziger Waldfriedhofs Schlitten fahren, liegt bei der Einsegnung des Gräberfeldes für Fehlgeburten, so genannten Sternenkindern, am vergangenen Dienstag in der Luft. Es ist ein schmaler Grat zwischen Freud und Leid, das weiß auch Monika Eiserloh, die Kreißsaalkoordinatorin des SHG-Klinikums Merzig

Merzig. Das Lachen von Kindern, die auf dem Hang nahe des Merziger Waldfriedhofs Schlitten fahren, liegt bei der Einsegnung des Gräberfeldes für Fehlgeburten, so genannten Sternenkindern, am vergangenen Dienstag in der Luft. Es ist ein schmaler Grat zwischen Freud und Leid, das weiß auch Monika Eiserloh, die Kreißsaalkoordinatorin des SHG-Klinikums Merzig. Ihr Arbeitsfeld biete viele freudige Momente, aber auch traurige, wenn es zu Fehlgeburten komme. "Die eigentliche Trauerbewältigung setzt meist erst nach dem Krankenhaus ein", erläuterte sie. Ein Grabstein sei bei der Trauerbewältigung wichtig. Seit fünf Jahren setzte sich das geburtshilfliche Team der Klinik für einen solchen Stein ein, der nun auf dem Waldfriedhof steht. Das Ansinnen der Gestalterin Gabriele Lembach sei, mit dem Regenbogen die Verbindung zwischen Himmel und Erde darzustellen, die Taube verkörpere die Seele und den Heiligen Geist. Das Zitat von Michelangelo Buonarotti "Ich bin nicht tot, ich wechsle nur die Räume. Ich leb in Euch und geh durch Eure Träume" solle Trost spenden. Bei der Umsetzung wirkten auch die integrative Therapiegruppe Bildhauerei der Psychiatrie Merzig und der Steinbildhauer Michael Hau mit.Mit einer ökumenische Feier segneten die Klinikseelsorger Sophia Csöff und Lothar Wilhelm die Stele. Musiktherapeutin Ute Ripplinger begleitete die Zeremonie musikalisch. Einige der knapp 30 Menschen dankten für die schöne Feier. "Das ging unter die Haut." rfe