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Ein Publikum in Sommerlaune

Sommerlich leichte Chansons: Jazz-Frühschoppen am Lauterbacher Sportplatz mit Herry Schmitt und Gabriele Gerstner. Foto: Jenal
Sommerlich leichte Chansons: Jazz-Frühschoppen am Lauterbacher Sportplatz mit Herry Schmitt und Gabriele Gerstner. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Lauterbach. Entspannende Musik, Schatten spendende Bäume und kühle Getränke gab es beim Jazz-Frühschoppen am Lauterbacher Sportplatz. Die beiden Akteure spannten den musikischen Bogen von Hildegard Knef bis zu Edith Piaf. al

Mit sommerlich leichten Chansons unterhielten Pianist Herry Schmitt und seine Chanteuse Gabriele Gerstner am Sonntagvormittag das Publikum beim 16. Lauterbacher Jazz-Frühschoppen des Kulturvereins Plopp. "Es ist ein sanfter Jazz, den wir spielen", sagte Schmitt in seiner Begrüßung. Die Knef hätten sie im Programm. Schmitt: "Hildegard Knef hat über sich selbst gesagt, dass sie eine schlechte Jazz-Sängerin ist, aber sie hat wundervolle Titel gesungen." Und von Edith Piaf werde auch etwas im Programm auftauchen. Im Schatten der alten großen Laubbäume am Rande des Lauterbacher Rasen-Fußballplatzes bekannte die Sängerin zunächst im satirischen Chanson der Knef: "Ich glaube, eine Dame werd' ich nie." Und wenig später sang sie einen der bekanntesten Knef-Titel: "Für mich soll's rote Rosen regnen".

Das gefiel den wenigen Gästen, die gleich zu Beginn da waren, und den vielen, die jetzt zum Konzert kamen. Gemütlich war es also: entspannte Musik, Schatten spendende Bäume und kühle Getränke in Biergartenatmosphäre am Sportplatz. Nur etwas störte den Musiker. "Da war doch ein Steinchen unter meinem Stuhl", informierte er nach "Schau mich bitte nicht so an", als er das störende Steinchen flugs beseitigt hatte. Mit Dalidas "J'attendrai", folgte sodann der erste rein französische Titel.

"Zum 16. Mal ist heute bei uns Jazz-Frühschoppen, und endlich passt auch das Wetter", sagte Bernd Engel vom Plopp-Verein. Vor zwei Jahren war das noch anders, damals hatte es übel geschüttet. "Land unter", erinnert sich Engel; das Konzert habe trotzdem stattgefunden. Zum elften Mal lade man auf den Sportplatz des FSV, und nur ein einziges Mal habe der Jazzfrühschoppen in dieser Zeit pausiert - zu Gunsten der Lauterbacher 300-Jahr-Feier vor einigen Jahren.