| 20:20 Uhr

Ein Leben für die Heimat

Britten/Meurich. Aus Anlass des 30. Todestages am 23. März gedenkt der Kreisheimatverein Merzig-Wadern der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Heimat- und Mundartdichterin Maria Croon. Sie wurde am 13. Mai 1891 als Maria Brittnacher in Meurich (Gemeinde Kirf) geboren Von SZ-Mitarbeiter Norbert Becker

Britten/Meurich. Aus Anlass des 30. Todestages am 23. März gedenkt der Kreisheimatverein Merzig-Wadern der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Heimat- und Mundartdichterin Maria Croon. Sie wurde am 13. Mai 1891 als Maria Brittnacher in Meurich (Gemeinde Kirf) geboren. Ab 1908 besuchte sie in Saarburg das katholische Lehrerinnenseminar und war bereits mit 20 Jahren Volksschullehrerin.Die Religion bildete einen festen Bestandteil ihres Lebens und prägte ihre Persönlichkeit. 1933 zog sie mit ihrer Familie nach Merzig, damit die Kinder dort das Gymnasium besuchen konnten. Bei einem Artillerieangriff auf Merchingen kam ihr Mann am 30. Dezember 1944 ums Leben. Nach ihrer Pensionierung im Jahre 1951 widmete sie sich ausschließlich der Schriftstellerei. 1961 zog sie von Merzig nach Losheim-Britten. Dort verstarb sie am 23. März 1983, also vor ziemlich genau 30 Jahren, und wurde wunschgemäß auf dem Friedhof ihres Geburtsortes Meurich beigesetzt.


Maria Croon schrieb Romane, verfasste Mundart-Theaterstücke und widmete sich der Lyrik. Besonders in ihrer moselfränkischen Mundart sind ihre Gedichte sehr ausdrucksstark. Vor allem in den Erzählungen über die bäuerliche Welt ihrer Heimat, in denen sie religiöses und bäuerliches Brauchtum dokumentierte, lagen ihre Stärken. Ihr erstes Buch erschien im Jahre 1931, ihr letztes 1990, also sieben Jahre nach ihrem Tod. Einige ihrer bekanntesten Werke waren "Die köstliche Mühsal", "Der fröhliche Feierabend", "Die Taakbank" und 1981 in Mundart "Heielei hett". Viele Heimatabende gestaltete sie durch Vorträge aus dem Schatz ihres schriftstellerischen Schaffens mit. Sie war Mitarbeiterin bei Tageszeitungen, religiösen Jugendschriften, Monatsheften, Bistumsblättern, Sammelbänden, Jahrbüchern und Kalendern über die Landesgrenze hinaus, so auch in Luxemburg, Lothringen und im Elsass.

Für ihre schriftstellerischen Leistungen erhielt sie zahlreiche Ehrungen, darunter im Jahre 1966 das Bundesverdienstkreuz am Bande und den Literaturpreis des Deutschen Autorenverbandes. Maria Croon wurde Ehrenbürgerin ihres Heimatortes Meurich und in Losheim wurde auf Antrag des Heimatvereins die Maria-Croon-Medaille als Auszeichnung für Kultur schaffende Bürger, die den Heimatgedanken pflegen und fördern, geschaffen. Zudem erhielt ein Kulturwanderweg, der nahe Meurich durch das Tal des Leukbaches führt, ihr zu Ehren die Bezeichnung "Maria-Croon-Weg" und ein Personenschiff der Saar posthum ihren Namen.