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Ein Krankenhaus soll Notfälle behandeln

Wartezeiten für ambulante Behandlungen im Kreiskrankenhaus St. Ingbert werden von SZ-Lesern diskutiert. Foto: SZ/Keller
Wartezeiten für ambulante Behandlungen im Kreiskrankenhaus St. Ingbert werden von SZ-Lesern diskutiert. Foto: SZ/Keller
KreiskrankenhausEin Krankenhaus soll Notfälle behandelnZum Artikel "Notfälle verursachen längere Wartezeiten im Krankenhaus" vom 14. April:Der Artikel hat mich sehr aufgeregt. Es geht um die angeblichen Wartezeiten im St. Ingberter Kreiskrankenhaus

Kreiskrankenhaus



Ein Krankenhaus soll Notfälle behandeln

Zum Artikel "Notfälle verursachen längere Wartezeiten im Krankenhaus" vom 14. April:

Der Artikel hat mich sehr aufgeregt. Es geht um die angeblichen Wartezeiten im St. Ingberter Kreiskrankenhaus. Ist es denn nicht normal, dass ein Krankenhaus für die Notfälle zuständig ist? Was hatte Herr Weber denn erwartet? Das er nur auf Grund einer privaten Krankenversicherung als Erster an die Reihe kommt? Im Krankenhaus werden vorrangig nun mal Notfälle behandelt. Das liegt daran, dass man mit einer Sportverletzung, auch bei einem Kind, zu einem niedergelassenen Arzt gehen kann, der dafür schließlich da ist. Ich kann Herr Webers Meinung nicht teilen, zumal ich schon mit meiner Tochter im St. Ingberter Krankenhaus war und direkt an die Reihe kam. Aber dies lag wohl daran, dass meine Tochter einer dieser Notfälle war, die den normalen Betrieb behindern, da sie nach einem Sturz eine schwere Gehirnerschütterung hatte und ich sie fast bewusstlos ins Krankenhaus gebracht habe. Man hatte sich prompt um sie gekümmert, und alle waren sehr nett und zuvorkommend. So wie es eben sein sollte, wenn eine aufgeregte Mutter kommt, deren Kind mit dem Notarzt dann ins nächste Krankenhaus gefahren wird. Da spielte auch die gesetzliche Krankenversicherung keine Rolle. Es wurde nach der Dringlichkeit entschieden, und das ist so auch vollkommen richtig. Man kann eine Handverletzung nicht mit einer schweren Verletzung gleichstellen, das wird Herrn Weber jeder Arzt bestätigen, und das ist im Übrigen auch das Kriterium bei allen niedergelassenen Ärzten: Es kommt derjenige zuerst an die Reihe, der am Schwersten erkrankt ist. Ein BG-Unfall wird sicher genauso schnell behandelt wie ein "normaler Unfall", aber natürlich nur, wenn es die Dringlichkeit erfordert. Ansonsten denke ich, dass ein BG-Patient manchmal so lange warten muss wie ein privat versicherter Patient, wenn es sich eben nicht um einen Notfall handelt. Im Übrigen wartet man bei jedem Kinderarzt so lange, wenn man keinen Termin hat und dazwischengeschoben werden muss. Denn auch dort gibt es nun mal "Notfälle". Nadine Peters, St. Ingbert

Sterbeämter

Ein Sterbeamt sollte jeder Katholik erhalten

Zu "Einschränkung beim Sterbeamt", SZ vom 18./19. April und Leserbrief "Mehr Befugnisse für Pastoralreferenten",

SZ vom 23. April:

Es dürfte verständlich sein, dass Herr Pfarrer Meßner als solcher versucht, die Kirche zu rechtfertigen. Für mich stellt sich jedoch nur die Frage, warum stoße ich bei den unterschiedlichsten Altersstufen unserer Gesellschaft immer wieder auf Gehör, Kopfnicken und Zustimmung, wenn es um das Thema "Wegfall von Sterbeämtern" und das damit verbundene Ärgernis geht? Es geht hier nicht darum, dass Pastoralreferenten(-innen) eine "Beerdigung übernehmen", es dreht sich darum, dass das Sterbeamt verwehrt wird! Ein Sterbeamt sollte jeder Anhänger der katholischen Kirche erhalten, genau wie die damit verbundene Ehre! Im vorliegenden Fall war dies nämlich genau nicht so! Ein so genanntes Requiem wurde durchgeführt.

Ich frage mich, was es nach der Meinung des Herrn Pfarrers Meßner mit "letzter Ehre" zu tun hat, wenn dieses Requiem drei Wochen nach der Beerdigung durchgeführt wird. Im Übrigen wird das Requiem nicht für die einzelne Person, sondern für alle Verstorbenen im vergangenen Monat gehalten. Meine Antwort zu, "das wird davon abhängen, wie viele junge Menschen aus dieser Generation bereit sein werden, auch einen Dienst in der Kirche zu übernehmen", ist eine Gegenfrage: Wie viele junge Menschen, glauben Sie, werden sich zur Kirche noch hingezogen fühlen, wenn der Pfarrer so überlastet ist, dass "hauptamtliche Laien" den Kirchenbetrieb aufrechterhalten müssen? Der Fehler liegt im System und nicht an einzelnen Personen!

Benjamin Schuler, Blieskastel

Würzbachhalle

"Mein Freund der Baum" ist in Gefahr

Zum Artikel "Grünes Licht für Hallen-Neubau" vom 11. April:

Am Fußgängerweg zum Halleneingang - verwoben in die Hallen-Eingangs-Laterne - steht "Mein Freund der Baum". An ihm spaziere ich oder fahre mit dem Rad dreimal am Tag vorbei und grüße ihn respektvoll und freundschaftlich. Ich, fast ein Vierteljahrhundert Niederwürzbacher Bewohner, er, ein Ahornbaum, gegenwärtig leuchtend grün - im Oktober fantastisch bunt. Ich sorge mich sehr um ihn - wie die verstorbene Sängerin Alexandra 1970 in ihrem Lied. Hoffentlich sieht das demnächst "der neue Ortsvorsteher (gleich ob CDU oder SPD)" ebenso. Auch eine große Kiefer und drei andere Bäume an der rechten Hallenseite sind stark gefährdet. Ansonsten blieben Sepp Allgayer und meiner Wenigkeit nur noch Fotos und ein kürzlich von mir aufgenommenes Video..., denn sie starben im frühen Morgenrot!!

Ulrich Scherer, Niederwürzbach

Baustellen-Ampeln

Sinnlose Ampel-Spielchen

Zu verschiedenen Berichten über den Kommunalwahlkampf der Parteien:

Es ist Wahlkampfzeit. Viele langfristig angekündigte Versprechen fangen an, sich zu erfüllen. Der Radweg zwischen Breiter Mühle und Lautzkirchen, jahrelang auf der Agenda der Kommune und des Radfahrlandes Saar, strebt der Fertigstellung zu, und der Radfahrer freut sich. Was Wahltermine alles so bewirken (!!), doch der Autofahrer wundert sich. Da wird die Straße zwischen Niederwürzbach und Lautzkirchen halbseitig gesperrt und beampelt, nichts Weltbewegendes, würde sich innerhalb der Absperrung irgendetwas bewegen. Doch da ist seit der Sperrung "tote Hose", außer dass die Ampeln funktionieren. Zeitweise bemerkten die Verantwortlichen, dass da etwas nicht stimmt und hoben die Sperrung auf, die Ampeln dümpelten gelb. Doch am Wochenende, es schien, man wollte die Verkehrsteilnehmer ärgern, wurde wieder halbseitig gesperrt, obwohl sich Samstag und Sonntag wirklich gar nichts an der Baustelle tat. Da fragt sich der Laie, was denn das soll. Wahlkampf kann's nicht sein und Behördenfürsorge schon gar nicht, eher sinnlose Spielchen, und daran sollte er sich doch langsam gewöhnt haben. Es wird doch nicht sein, dass mit Ampelgebühren grenzwertige Firmenkalkulationen aufgebessert werden?

Helmut Kröll, Blieskastel