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Ein ganzes Dorf half nach einem Verbrechen

Scheuerner Bürger, Vereine, Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der Tholeyer Gemeindeverwaltung veranstalteten ein Benefiz-Fest, um Geld für Britta Schug zu sammeln. Foto: Jennifer Scherer
Scheuerner Bürger, Vereine, Kommunalpolitiker und Mitarbeiter der Tholeyer Gemeindeverwaltung veranstalteten ein Benefiz-Fest, um Geld für Britta Schug zu sammeln. Foto: Jennifer Scherer FOTO: Jennifer Scherer
Tholey. Die 26-jährige Britta Schug aus Tholey-Scheuern wurde Opfer eines brutalen Verbrechens. Um der jungen Frau zu helfen, stellten die Bewohner ihres Heimatorts ein großes Fest auf die Beine – rund 60 000 Euro kamen so zusammen. Von SZ-MitarbeiterBenjamin Rannenberg

Vor etwa einem Jahr fiel Britta Schug aus dem Tholeyer Ortsteil Scheuern einer grausamen Gewalttat zum Opfer (die SZ berichtete). Ein Bekannter der heute 26-Jährigen verschleppte und vergewaltigte sie. Britta Schug ist seither auf einen Rollstuhl angewiesen. Aus Mitgefühl mit der jungen Frau stellte eine Aktionsgruppe am 9. Juni in Scheuern eine Benefizveranstaltung unter dem Motto "Gemeinsam für Britta" auf die Beine. Für dieses herausragende Engagement wählten 697 SZ-Leser die Gruppe zu "Saarlands Bester" im Juni. Etliche Bewohner aus Scheuern und der näheren Umgebung wollten der jungen Frau ihr Mitgefühl zum Ausdruck bringen und Solidarität zeigen, erklärte der Scheuerner Ortsvorsteher Dietmar Lauck den Antrieb, das Benefiz-Fest auf die Beine zu stellen. "Gemeinsam für Britta" geht zurück auf die Idee von zwei Mitarbeitern der Tholeyer Gemeindeverwaltung. Zu den freiwilligen Helfern gehörte Lauck selbst, Mitglieder des Ortsrates, Mitarbeiter der Tholeyer Gemeindeverwaltung, Scheuerner Bürger sowie Mitglieder örtlicher Vereine.

Die Truppe kümmerte sich um die Verpflegung, ein buntes Unterhaltungsprogramm, Werbung und Parkplätze für die Besucher. Auch eine große Tombola mit mehr als 1000 Gewinnen organisierte sie. Zwei Bühnen bauten die Helfer auf dem Dorfplatz auf. Die mitwirkenden Musikgruppen, Tänzer, Zauberer und Sänger verzichteten auf ihre Gage.

"Der Zuspruch war überwältigend. Mehr als 5000 Besucher strömten zu dem Fest", zieht Lauck Bilanz. Auch Britta Schug war bei der Veranstaltung und zeigte sich zum ersten Mal seit den grausamen Geschehnissen in der Öffentlichkeit.

Aus den Erlösen der Veranstaltung sowie Geldspenden von Privatleuten, Vereinen, ortsansässigen Gewerbetreibenden und Unternehmern kamen bislang rund 60 000 Euro (Stand: 22. Juli) zusammen.

Das Geld fließt in den behindertengerechten Umbau von Britta Schugs Wohnhaus in Scheuern. Geplant ist etwa ein Außen-Aufzug. Und auch das komplette Dachgeschoss des Hauses muss umgebaut werden.