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| 21:27 Uhr

Ein bisschen Wechsel gehört dazu

Das Stadtcafé am historischen Marktplatz steht seit Anfang Januar leer. Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer ist optimistisch, einen neuen Pächter zu finden. Ohnehin täte Homburg etwas mehr gute Gastroszene gut, sagt sie. Foto: Thorsten Wolf
Das Stadtcafé am historischen Marktplatz steht seit Anfang Januar leer. Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer ist optimistisch, einen neuen Pächter zu finden. Ohnehin täte Homburg etwas mehr gute Gastroszene gut, sagt sie. Foto: Thorsten Wolf
Homburg. Die Stadt liegt ihr am Herzen, nicht nur weil sie sozusagen von Berufs wegen dazu verpflichtet wäre. "Ich bin von hier. Mir ist es wichtig, auch privat, dass die Stadt funktioniert", sagt Dagmar Pfeiffer im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Wirtschaftsförderin sieht Homburg aber auch recht gut aufgestellt Von Merkur-Mitarbeiterin Ulrike Stumm

Homburg. Die Stadt liegt ihr am Herzen, nicht nur weil sie sozusagen von Berufs wegen dazu verpflichtet wäre. "Ich bin von hier. Mir ist es wichtig, auch privat, dass die Stadt funktioniert", sagt Dagmar Pfeiffer im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Wirtschaftsförderin sieht Homburg aber auch recht gut aufgestellt. "Es wird immer schlechter geredet, als es ist", betont sie angesichts der Debatte um leer stehende Läden in der Stadt. "Was vermietbar ist, wo es zum Beispiel keine baulichen Probleme gibt, keine überzogenen Mietpreisvorstellungen, das wird auch vermietet", macht sie klar. Es sei sogar eher so, dass es nicht so einfach sei, etwas zu finden, das passt, wenn jemand etwas suche. Aber: "Wir suchen immer wieder, wir finden immer wieder."Doch es gibt eben auch die Sorgenkinder. Dort, wo Eigentümer zu hohe Preisvorstellungen haben, oder wenn Objekte über zwei Etagen gehen. "Dann wird es schwierig", gesteht sie. Das liegt auch daran, dass sich das Verhalten der Kunden geändert hat. "Noch vor 20/25 Jahren sind die Leute in den ersten Stock gegangen." Heute sei das nicht mehr so. "Der Umsatz wird auf der unteren Etage erwirtschaftet", der Eigentümer habe aber Mietvorstellungen für zwei Etagen. Damit zahle der Ladenbesitzer quasi die doppelte Miete auf der Erdgeschossfläche, nennt sie ein Beispiel. Es sei, sagt sie, immer dann nicht einfach, wenn Eigentümer nicht mitziehen, wenn sie kein Verständnis zeigten, sich nicht auf Veränderungen des Käuferverhaltens einstellten. Ebenfalls problematisch kann es in den Vororten werden, da sich hier beispielsweise Dependancen großer Lebensmittelversorger nicht mehr lohnten. Und schwierig sei es auch im oberen Teil der Eisenbahnstraße, ab dem Rondell bis hin zum Bahnhof. Es gebe, sagt sie, natürlich Langzeit-Leerstände, und schlimm sei es natürlich, wenn leer stehende Gebäude an markanten Stellen zu finden sind. "Auf die Eigentümer hat man nur bedingt Einflussmöglichkeiten", unterstreicht sie.

Andererseits ist die Talstraße sehr stark nachgefragt: "Filialisten wollen alle hier hin, warten lieber, bis etwas frei wird", bevor sie in andere Lagen gingen. Und in der Innenstadt habe es gerade in jüngster Zeit viel Bewegung gegeben: mehrere hochwertige Bekleidungsgeschäfte, gelungene Umbauten.

Um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, gibt es seit Jahren ein Gewerbeflächenverzeichnis - als Druckversion, die auch bei den Kammern ausliege, und abrufbar im Internet. Das werde gut genutzt, es sei erstaunlich, wo Anfragen herkommen. Andererseits sei sie aber auch darauf angewiesen, dass Eigentümer Leerstände meldeten. "Es kostet nichts, verpflichtet zu nichts", betont sie. Sie selbst rufe und schreibe Vermieter an, auch dann, wenn ihr in der Stadt etwas auffalle. "Keiner sollte Hemmungen haben, sich bei uns zu melden", wirbt sie.

Und wie sieht sie den Neubau der geplanten ECE-Einkaufsgalerie auf dem Enklerplatz? Der ein oder andere mache sich schon seine Gedanken, doch habe sie im Moment nicht den Eindruck, dass es weniger wird, im Gegenteil, es hätten sich eher Geschäfte angesiedelt. Vergangenes Jahr komme sie auf mindestens zehn Eröffnungen in der Innenstadt - trotz der ECE-Pläne.

Und wo fehlt es ihrer Meinung nach? "Was Homburg gut täte, wäre etwas mehr gute Gastroszene mit Restaurants und Kneipen'' - auch wenn sich da schon etwas getan habe, aber: "Es macht die Stadt lebendiger, wenn eine Kneipenszene da ist, die Spaß macht", betont Dagmar Pfeiffer. In Sachen einheitliche Öffnungszeiten habe der Gewerbeverein noch einmal eine Initiative gestartet, damit zumindest über Mittag alle Geschäfte offen seien.

Insgesamt aber, "tut jedes attraktive und interessante Geschäft der Innenstadt gut. Die Vielzahl macht es", unterstreicht sie. Wer sich entscheide, in die Stadt zu gehen und nicht übers Internet zu bestellen, der wolle bummeln und schauen. "Wir suchen immer wieder, wir finden immer wieder."

Dagmar Pfeiffer

"Wir suchen immer wieder und finden immer wieder", betonte Homburgs Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer im Gespräch über Leerstände in der Stadt in der Homburger Redaktion unserer Zeitung. Foto: SZ-Redaktion/Stumm
"Wir suchen immer wieder und finden immer wieder", betonte Homburgs Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer im Gespräch über Leerstände in der Stadt in der Homburger Redaktion unserer Zeitung. Foto: SZ-Redaktion/Stumm
Das Stadtcafé am historischen Marktplatz steht seit Anfang Januar leer. Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer ist optimistisch, einen neuen Pächter zu finden. Ohnehin täte Homburg etwas mehr gute Gastroszene gut, sagt sie. Foto: Thorsten Wolf
Das Stadtcafé am historischen Marktplatz steht seit Anfang Januar leer. Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer ist optimistisch, einen neuen Pächter zu finden. Ohnehin täte Homburg etwas mehr gute Gastroszene gut, sagt sie. Foto: Thorsten Wolf
"Wir suchen immer wieder und finden immer wieder", betonte Homburgs Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer im Gespräch über Leerstände in der Stadt. Foto: pm/Stumm
"Wir suchen immer wieder und finden immer wieder", betonte Homburgs Wirtschaftsförderin Dagmar Pfeiffer im Gespräch über Leerstände in der Stadt. Foto: pm/Stumm