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Ein Aushängeschild für die Gemeinde

Das wiederbelebte Abendspektakel als Teil des Erlebniswochenendes auf der Kirkeler Burg, hier mit den Freyen Spielleut Kirkel, war einer der Besuchermagneten in der Burgsommer-Saison 2013. Foto: Thorsten Wolf
Das wiederbelebte Abendspektakel als Teil des Erlebniswochenendes auf der Kirkeler Burg, hier mit den Freyen Spielleut Kirkel, war einer der Besuchermagneten in der Burgsommer-Saison 2013. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Kirkel. Der Mittelaltermarkt war weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, aber der Burgsommer für Schulen mit rund 5200 Kinder war dafür überaus erfolgreich. Ebenso wie Abendspektakel, Handwerkerdorf und Sommernachtskino. Von SZ-MitarbeiterThorsten Wolf

"Wir hatten mit dem verregneten Mittelaltermarkt im Mai keinen guten Start in die Saison auf der Kirkeler Burg, dafür waren die Folgeveranstaltungen umso erfolgreicher." So fasste Sarah Guthor, beim Amt für Kultur und Tourismus der Gemeinde Kirkel verantwortlich für den Burgsommer, knapp und knackig zusammen, was das Jahr 2013 im und am historischen Gemäuer ausgemacht hat. In Zahlen skizzierte Guthor gestern im Gespräch mit unserer Zeitung die zurückliegenden Wochen so: "Beim Mittelaltermarkt hatten wir statt der üblichen 10 000 bis 12 000 Besucher nur 5000. Die Teilnehmerzahlen bei den anderen Veranstaltungen haben das aber wieder völlig rausgerissen." So sei der siebenwöchige "Burgsommer für Schulen" mit rund 5200 teilnehmenden Kinder überaus erfolgreich gewesen. Einen besonderen Dank richtete Guthor an die insgesamt 36 Dozenten, "die tragen diese Veranstaltung und machen sie mitunter zu dem, was sie ist."

Ebenfalls ein mehr als positiver Kontrapunkt zum wetterbedingt schwachen Saisonauftakt: Das Erlebniswochenende mit der "erfolgreichen Wiederbelebung des Abendspektakels. Wir waren mit 60 Übernachtungsgästen voll ausgebucht, dazu kamen 254 Teilnehmer an den beiden Tagen des Handwerkerdorfes und über 200 Gäste beim Abendspektakel." Doch damit hatte Sarah Guthor die Erfolgsgeschichte des Burgsommers 2013 noch nicht zu Ende erzählt. "Auch unser Burgsommer-Angebot für Jedermann in der ersten Ferienwoche war ein voller Erfolg. Wir hatten 568 Teilnehmer, im Schnitt waren 114 Kinder täglich im Handwerkerdorf unterwegs." Und auch das Sommernachtskino habe sich mit über 250 Besuchern im dritten Jahr als Erfolgsgarant erwiesen. Untrennbar mit diesem Erfolg verbunden ist das Engagement des Förderkreises Kirkeler Burg rund um dessen ersten Vorsitzenden Peter Steffen. Verantwortlich zeichnen die ehrenamtlichen Helfer unter anderem für die gesamte Gastronomie bei den Burgsommer-Events der Gemeinde und sind auch bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen nicht wegzudenken. Zusätzlich richtet der Förderkreis aber auch noch zwei eigenen Veranstaltungen aus, so einen historischen Handwerkermarkt mit Weinfest im Oktober und die Burgweynacht im Dezember. Steffens Resümee zur Zusammenarbeit zwischen Verein und Gemeinde: "Das ist in den zurückliegenden Jahren wirklich sehr gut zusammengewachsen." Dass der Auftakt mit dem verregneten Mittelaltermarkt den Förderkreis 2013 finanziell belaste, gestand Peter Steffen ein. Doch einer Verlegung des Marktes in Richtung Hochsommer erteilte er eine Absage. "Man muss eine solche Veranstaltung über die Jahre hinweg wirtschaftlich betrachten und dann das Mittel holen. Und da sind wir gut dabei." Zudem, ergänzte Guthor, habe sich der Markt am dritten Maiwochenende überregional etabliert. Kirkels Bürgermeister Frank John schließlich wertete den Burgsommer mit seinen Angeboten als ein "echtes Aushängeschild, gerade weil wir viele Besucher von außerhalb in die Gemeinde ziehen." Die brächten, da waren sich alle drei sicher, auch zusätzlichen wirtschaftlichen Erfolg nach Kirkel.