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Eifler feilt eifrig am neuen System

Baltersweiler. Beim Fußball-Landesligisten SV Baltersweiler steht seit Vorbereitungsbeginn mit Christoph Eifler ein ganz erfahrener Mann auf der sportlichen Kommando-Brücke. Der 36-Jährige spielte schon für den VfB Theley und den SV Hasborn in der Oberliga. Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Im zweiten Anlauf hat es funktioniert. Christoph Eifler ist neuer Spielertrainer beim Fußball-Landesligisten SV Baltersweiler. "Schon vor zwei Jahren hatte der Verein angefragt, ob ich mir das vorstellen könnte", berichtet der in Theley aufgewachsene Eifler. Damals sagte der Mittelfeld-Akteur ab. "Ich wollte noch ein wenig nur als Spieler aktiv sein und zudem erst meinen Trainerschein machen", sagt Eifler.

Als Baltersweiler in diesem Winter erneut anklopfte, gab er dem SVB das "Ja-Wort". Im März erwarb er die Trainer-C-Lizenz und nun fiebert er seiner ersten Saison als Spielertrainer entgegen. Die soll vor allem sorgenfrei verlaufen. Vergangene Runde war Baltersweiler bis weit in die Rückrunde tief im Abstiegskampf. Mit einem tollen Endspurt schaffte Eifler-Vorgänger Thomas Decker, der zu Liga-Konkurrent SV Furschweiler wechselte, dann aber als Neunter doch noch souverän den Ligaverbleib. "Auf dieser Platzierung wollen wir aufbauen und erneut einen Rang im einstelligen Bereich anpeilen", meint der Spielertrainer.

Eifler möchte dabei seine große Erfahrung aus höheren Klassen im zentralen Mittelfeld einbringen. Mehrere Jahre war der in St. Wendel lebende Familienvater für den VfB Theley und den SV Hasborn in der Oberliga aktiv. Weitere Stationen waren der TuS Steinbach, der FC Wiesbach und die SVGG Hangard. Zuletzt schnürte der 36-Jährige für den Verbandsligisten SV Habach die Schuhe.

Bei der "Mission Mittelfeldplatz" vertraut Eifler überwiegend dem Kader aus der Vorsaison. "Wir haben ein gewachsenes Team. Da wäre es blödsinnig, fünf oder sechs Spieler zu holen", erklärt Eifler. Mit Andreas Alt, der im Mittelfeld oder in der Defensive spielen kann, brachte er lediglich einen Akteur von seinem Ex-Club Habach mit. Er ist bislang der einzige SVB-Neuzugang. Es könnte aber noch ein weiterer folgen. Denn nach dem Karriere-Ende von Torwart Rüdiger Stock sucht Baltersweiler noch einen Schlussmann, da derzeit mit Carsten Schäfer nur ein Torhüter zur Verfügung steht. Im ersten Spiel am 11. August trifft der SVB zu Hause auf den SV Landsweiler. Eifler studiert für den Saisonauftakt ein neues Spielsystem ein - er will künftig mit einer Viererkette agieren. "Zudem ist es mir wichtig, dass sich die Mannschaft stets an die Ordnung hält und, dass auf dem Platz mehr geredet wird", erklärt Eifler.

Ähnlich wenige Veränderungen wie in Baltersweiler ab es im Sommer auch bei zwei Liga-Konkurrenten des SV Baltersweiler: Der 1. FC Niederkirchen hat keine Abgänge zu verzeichnen. Neu sind zwei bekannte Gesichter: Thomas Kiefer vom SV Furschweiler und Alexander Geib vom SV Ritterstraße kehrten zum 1. FCN zurück. Niederkirchen möchte in der neuen Runde nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Gerade noch dem Abstieg von der Schippe gesprungen ist vergangene Saison die SG Hoof-Osterbrücken. Nach zehn Spieltagen war der Liganeuling mit nur einem Zähler Schlusslicht, trotzdem konnte das Team von Spielertrainer Torsten Loos am Ende über den Ligaverbleib jubeln. "Das war sensationell. Meiner Meinung nach, ist der Klassenverbleib noch höher zu bewerten als die Meisterschaft in der Kreisliga vor zwei Jahren", sagt Loos. Auch in der neuen Saison wäre die SG zufrieden, wenn der Ligaverbleib gelänge. Loos muss dabei auf externe Neuzugänge verzichten.

Verstärkung gibt es aber immerhin aus den eigenen Reihen. Defensiv-Akteur Lukas Nagel aus der eigenen A-Jugend rückte in den Landesliga-Kader auf. Zudem sind mit Karsten Schmitt und Florian Wagner zwei Langzeitverletzte wieder fit. Nicht mehr im Kader ist dagegen Libero Patrick Gitzhofer, der wegen Knieproblemen seine Karriere beendete.