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Eichenlaubschüler finden in Kdyne neue Freunde

Die Teilnehmer hatten sich zu einem Erinnerungsfoto vor der Partnerschule aufgestellt. Foto: Schule
Die Teilnehmer hatten sich zu einem Erinnerungsfoto vor der Partnerschule aufgestellt. Foto: Schule FOTO: Schule
Weiskirchen. Beim internationalen Treffen der Comenius-Partnerschulen trafen sich Schüler und Lehrer im tschechischen Kdyne. Neben einer Delegation der Weiskircher Eichenlaubschule kamen dort Jugendliche und Pädagogen aus Luxemburg, Italien, Griechenland, Türkei und aus Rumänien zusammen. red

Zum dritten Comenius-Treffen reiste das Weiskircher Team mit fünf Mädchen und einem Jungen aus Klassenstufe 7, Schulleiter Günter Peifer, Projektlehrerin Anika König und Förderlehrerin Ina Raber im Mai zur Partnerschule nach Kdyne nahe der deutschen Grenze.

Insgesamt waren 35 Schüler und 16 Lehrer aus Deutschland, Luxemburg, Italien, Griechenland, Rumänien und der Türkei zu Gast bei der tschechischen Partnerschule "Masarykova základní kola Kdyn". Die Gastgeber nahmen ihre neuen Kurzzeit-Familienmitglieder herzlich in Empfang. Die Lehrer wurden durch das Kollegium mit einem tschechischen Grillabend willkommen geheißen.

Während die Schüler mit ihren Gastschülern am Unterricht teilnahmen, begrüßte Bürgermeister Jan Löffelmann am ersten offiziellen Tag die Lehrer, was vom Lokalsender dokumentiert und am gleichen Tag noch ausgestrahlt wurde. Geschichte und Kultur standen im Mittelpunkt der ersten Arbeitssitzung der Lehrer in der Schule. Jede Partnerschule hatte unter anderem die Aufgabe, für das Treffen ein Video zu erstellen, das sich mit dem Leben in der jeweiligen Region vor 100 Jahren beschäftigt. Der Nachmittag war ebenfalls für die Projektarbeit reserviert. Am Abend stand für die Lehrer Bowlen auf dem Programm, umrahmt von kulinarischen Leckerbissen - hausgemacht.

Am nächsten Tag ging es für Schüler und Lehrer zu einem Tagesausflug ins nahe gelegene Pilsen. Die Schüler verbrachten den Vormittag im Zoo und im Dinosaurier-Park. Die Lehrer nahmen an einer Führung durch die Pilsener Urquell Brauerei teil, dem Geburtsort aller Pils-Biere. Am Nachmittag ging es für alle in das Marionettenmuseum. Bei einer Führung durch das historische Netz der Kellergewölbe, das sich unter der gesamten Stadt erstreckt, machten sich die Gäste ein Bild vom Leben im mittelalterlichen Pilsen.

Der Vormittag des Folgetages wurde wieder zur Comenius-Arbeit genutzt. Ein besonderer Aspekt war das Einbinden von Schülern mit pädagogischem Förderbedarf in die Projektarbeit. Aus diesem Grund gehörten Förderlehrer zu den Lehrerdelegationen aus den verschiedenen Partnerschulen. Anschließend ging es in die Turnhalle zum großen Match. Nach einem Einlagenspiel der Schüler mussten die Lehrer sich in der Indoorsportart "Floorball" beweisen. Mit einem 2:3 mussten sich die Gäste geschlagen geben. Die Chodsko-Region mit dem malerische Doma¸lice, dem Geburtshaus des Schriftstellers Jindøich {Scaron}imon Baar und dem Baar-Denkmal standen nachmittags für die Lehrer auf dem Plan, bevor es zum Comenius-Abschlussdinner ging - mit schmackhaften tschechischen Gerichte. Kinder und Jugendliche in Tracht spielten althergebrachte Instrumente - etwa dem tschechischen Dudelsack - und zeigten verschiedene Volkstänze.

Am folgenden Morgen besuchten die Lehrer die Grundschule. Die Schüler begannen schon, ihren neu gewonnenen Freunden auf Wiedersehen zu sagen. Zahlreiche Tränen begleiteten den endgültigen Abschied. Alle freuen sich auf das nächste Projekttreffen im Oktober in Luxemburg.

www.eichenlaubschule.de

www.ownID.eu


Zum Thema:

Stichwort Comenius ist der schulbezogene Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen, bei dem Schulen aus mindestens 3 Teilnehmerstaaten zu einem selbst gewählten Thema zusammenarbeiten. Der Titel des aktuellen Projektes lautet "Living in a multicultural Europe without losing our own identitiy - Leben in einem multikulturellen Europa ohne die eigene Identität zu verlieren". Das Projekt bietet Schülern und Lehrern die Möglichkeit über einen Zeitraum von zwei Jahren durch Kommunikation und Zusammenarbeit das Ziel zu erreichen, die Bedeutung der positiven Aspekte der Kulturen und Lebensstile der Projektpartner herauszustellen. Ebenso sollen Wege für mehr Toleranz und Respekt gegenüber anderen Kulturen aufgezeigt werden. Vor allem die Schüler sollen durch Teamarbeit und Zusammenhalt stärker eingebunden werden im Hinblick darauf, andere Kulturen zu schätzen, zu analysieren und zu vergleichen, um letztendlich voneinander auf vielfältige Weise zu lernen und zu profitieren. Durch die Europäische Union wird die Projektarbeit, insbesondere der grenzüberschreitende Austausch und Besuche zwischen Partnern einer Comenius-Schulpartnerschaft, gefördert. red