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Edeka kauft Bäckerhaus Ecker

Wie alles anfing: Seit 60 Jahren werden im Backhaus Ecker in Erbach Brote am laufenden Band gebacken. Hier ein historisches Bild aus den frühen 60er Jahren. Fotos: Ecker/Thorsten Wolf
Wie alles anfing: Seit 60 Jahren werden im Backhaus Ecker in Erbach Brote am laufenden Band gebacken. Hier ein historisches Bild aus den frühen 60er Jahren. Fotos: Ecker/Thorsten Wolf
Homburg. Für viele Homburger kam die Nachricht völlig überraschend: Die alteingesessene Bäckerei Ecker wurde an die Handelsgesellschaft Edeka Südwest verkauft (wir berichteten) Von SZ-Redakteurin Christine Maack

Homburg. Für viele Homburger kam die Nachricht völlig überraschend: Die alteingesessene Bäckerei Ecker wurde an die Handelsgesellschaft Edeka Südwest verkauft (wir berichteten). "Wir sind nicht insolvent, wir steigen als Besitzerfamilie aus, das ist alles", erklärte Dana Holzweißig-Ecker, die ehemalige Geschäftsführerin des Bäckerhauses Ecker und frisch gekürte Gewerbevereins-Vorsitzende. Für Mitarbeiter und Kunden ändere sich nichts, die Qualität bleibe erhalten, ebenso das Personal, versicherte Margot Ecker im Gespräch mit unserer Zeitung. Die rund 300 Mitarbeiter "sind unser höchstes Gut", betont die Noch-Inhaberin, "sie sollen alle ihren Arbeitsplatz behalten. Auch unsere Filialen werden von Edeka weitergeführt". Allerdings sehen die Mitarbeiter der Veränderung mit Unbehagen entgegen. Sie haben sich an die Gewerkschaft NGG (Nahrung, Genuss, Gaststätten) gewandt, um einen Betriebsrat zu gründen. "Bisher haben die Mitarbeiter bei Ecker offensichtlich kein Bedürfnis nach gewerkschaftlicher Organisation gehabt", sagt Roman Peifer von NGG, "aber das hat sich jetzt ganz schnell geändert". Im Verkauf des Familienbetriebes an Edeka Südwest sehen Insider eine angestrebte Ausweitung der Edeka-eigenen Präsenz im Südwesten. Denn Edeka hat bereits mit der Marke K&U - das sind vier moderne Backbetriebe an den Standorten Neuenburg, Reutlingen, Mannheim und Hilzingen, sowie 735 Bäckereifilialen im Südwesten - ein starkes Standbein bis vor die Tore des Saarlandes.




Auf einen BlickHans Ecker eröffnete 1949 die erste Filiale seines Bäckerhauses in der Oberen Allee in Homburg. 1958 installierte er am Homburger Bahnhof die erste Milchbar. 1985 übernahm Manfred Ecker zusammen mit seiner Frau Margot das Bäckerhaus, inzwischen ist die Tochter, Dana Holzweißig-Ecker, Geschäftsführerin. Das Bäckerhaus Ecker beschäftigt 300 Angestellte und betreibt rund 40 Filialen. Nun gehört es Edeka. maa

Dana Holzweißig- Ecker
Dana Holzweißig- Ecker