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Duftender Kräutergarten mit viel Charme

Tholey. Auch in diesem Jahr besuchten zahlreiche Gäste den Kräutermarkt in Tholey. Rund 20 Stände verzauberten die Besucher mit leckeren Angeboten, die nicht nur dem Geruchssinn schmeichelten. Von SZ-MitarbeiterinJennifer Sick

Colakraut, Englisch Wasser Minze und Kaugummistrauch. Am vergangenen Sonntag gab es in Tholey viel zu entdecken, denn zum fünften Mal wurde dort der alljährliche Kräutermarkt veranstaltet. Rund 20 Stände verwandelten den Rathausplatz in einen einzigen, duftenden Kräutergarten, der zahlreiche Besucher anlockte. "Ich bin zum ersten Mal hier", erzählt Juliana Hinsberger und versucht dabei, eine riesige Palette voll unterschiedlicher Pflänzchen auf ihren Armen zu balancieren. "Ich hätte nie gedacht, wie groß die Auswahl an Kräutern ist. Die meisten Sachen, die es hier gibt, kenn ich noch nicht mal." Und tatsächlich finden sich bei den Händlern neben den üblichen Küchenkräutern wie Thymian, Rosmarin oder Salbei auch Pflanzen, von denen man vorher noch nicht gehört hat. So zum Beispiel Zitronenbasilikum, Knobigras oder auch Verjüngungskraut. Wer mit solch reicher Auswahl überfordert war, der musste nicht den Kopf in den Sand stecken. In der Kräuterwerkstatt von Alexandra Bernhardt oder auch am Stand von Gartenbau Empel wurde jeder Besucher fachkundig und eingehend beraten, sodass man am Ende seines Einkaufs das Gefühl haben konnte, selbst ein Kräuterfachmann zu sein.

Exotische Gewürze

Neben einer Vielzahl an bekannten und auch weniger bekannten Pflanzen gab es noch etliche andere Produkte rund um das Thema Kräuter, Obst und Gemüse. Angefangen bei heimischen und exotischen Gewürzen über Spirituosen und Marmeladen aus den verschiedensten Früchten bis hin zu Käse- und Wurstwaren, die auch mal durch die Zugabe von Walnüssen oder Trüffeln verfeinert worden waren. Auch Honig, Öle oder sogar Süßwaren in Form von Nougat und Mandelgebäck waren an den Ständen auf dem Rathausplatz zu finden. Da viel die Wahl oft schwer, doch keiner der Verkäufer sperrte sich, wenn man erst einmal kosten wollte, bevor man sich zum Kauf entschloss.

So auch am Stand von Albert Rodenmeyer, der selbst gemachte Liköre und Schnäpse feilbot. Wer probieren wollte, bekam einen kleinen Becher und konnte - wenn er denn wollte - jede Variation testen. Ein kleiner Plausch mit dem Standbetreiber und seiner Frau natürlich inklusive. Ähnlich verhielt es sich auch bei den Mitarbeitern der Historischen Senfmühle, die die verschiedensten Senfvarianten anboten. Ein Antesten war hier unbedingt nötig, denn wer konnte schon sagen, ob Riesling-Senf, Bärlauch-Senf oder der Original Kölner Mostert, mit echtem Kölsch verfeinert, den eigenen Geschmack treffen würde?

Vom Einkaufen oder auch nur vom Umkucken erschöpft, fand man dann im Anschluss die nötige Ruhe und Erholung im Klostergarten der Benediktinerabtei. Die öffnete nämlich im Rahmen eines Klosterfestes ihre Tore und erlaubte den Besuchern Tholeys bei einem Stück Kuchen ein wenig zu Verschnaufen oder auch einfach nur die Idylle des wunderschönen Gartens zu genießen.