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Drei Jahre Abenteuer auf Bäumen

Saarbrücken. Über 20 000 Besucher in drei Jahren - da muss man von einer Erfolgsgeschichte reden. Schließlich hat der zwei Hektar große Abenteuerpark im Saarbrücker Stadtwald wetterbedingt nur acht Monate im Jahr offen und reicht die Kapazität nur für täglich 150 Personen. Die wollen ja schließlich alle gut betreut und nicht bloß eingelassen werden Von SZ-Redakteur Peter Wagner

Saarbrücken. Über 20 000 Besucher in drei Jahren - da muss man von einer Erfolgsgeschichte reden. Schließlich hat der zwei Hektar große Abenteuerpark im Saarbrücker Stadtwald wetterbedingt nur acht Monate im Jahr offen und reicht die Kapazität nur für täglich 150 Personen. Die wollen ja schließlich alle gut betreut und nicht bloß eingelassen werden. Die Initiatoren Vladimir Gubenko und Volker Frohnhoff sind vor allem stolz darauf, dass schon weit über 300 Schulklassen den Park besucht haben. Waldhochseilgarten, Naturerfahrung, Erlebnispädagogik und Teamentwicklung lauten die Angebote, kurz gefasst: "Freizeitgestaltung für die Sinne" in vielfältigen Formen für Einzelpersonen und Gruppen, alles nachzulesen auf einer informativen und vorbildlich gestalteten Internet-Präsenz. Vor allem der Hochseilgarten mit seinen fünf Parcours und über 56 Übungen in drei bis zwölf Meter Höhe unter prächtigen Eichenkronen ist eine verlockende Herausforderung. Er macht Mut, Selbstvertrauen und Freude natürlich auch, bringt Kopf, Herz und Hand in Einklang. Das sagen die, die schon da waren. Ab 12 Jahren ist man dabei. Der Abenteuerpark Saar war vor drei Jahren mit erheblichen privaten Investitionen ins Leben gerufen worden, übrigens mit Starthilfe durch Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD), wie die Betreiber erinnern. Sie habe sich für die Gründung an diesem Standort stark gemacht, nachdem andernorts Bedenken aus naturschützerischen Gründen geäußert worden seien. Der damals den Banken vorgelegte Businessplan sei nicht nur eingehalten worden, der Betrieb habe sich dank guter Besucherzahlen sogar besser entwickelt als geplant, freut sich Frohnhoff im Gespräch mit unserer Zeitung und kündigt eine weitere Bereicherung des Angebotes an. Mittlerweile tragen etwa 20 Mitarbeiter zum Erfolg des Unternehmens bei. Idealismus und Spaß an der Arbeit, das spürt der Besucher hinter jedem Baum, ist den Betreibern im Abenteuerpark aber wichtiger als das schnelle Geld. Zum dreijährigen Bestehen am 21. Mai werden günstigere Preise und erweiterte Angebote versprochen. Der Park liegt in unmittelbarer Nähe des Waldhauses. Wer ins Navigerät "Fuchstälchen" eingibt, landet direkt auf dem Parkplatz.