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Drehleiter-Diskussion: SPD Bildstock meint: „Es reicht.“

Friedrichsthal. Beim Für und Wider einer neuen Drehleiter für die Friedrichsthaler Feuerwehr (SZ vom 18. Juli) hat sich jetzt auch der Vorstand des SPD-Ortsvereins Bildstock zu Wort gemeldet. Tenor: „Es reicht.“ Die ganze Diskussion sei letztlich nur angezettelt worden, um Bürgermeister Rolf Schultheis (SPD) zu demontieren. red

"Was sich derzeit im Stadtrat Friedrichsthal abspielt, spottet jeder Beschreibung." Mit diesen Worten beginnt die Pressemitteilung der SPD Bildstock. Ein "buntes Konglomerat", bestehend aus CDU, Grünen, Linken, BSZ und zwei Mitgliedern der SPD, betreibe unter dem Deckmantel des Sparkurses auf dem Rücken der Feuerwehr und der Sicherheit der Bürger eine Politik, die "offensichtlich nur gegen die Person des Bürgermeisters gerichtet" sei.

Als Grundlage für diese Attacken müsse die Beschaffung der Drehleiter für die Feuerwehr herhalten. Dazu werde jedoch klargestellt, dass es kein Prestigedenken der Feuerwehr sei, eine Drehleiter zu fordern. Die gesetzlichen Vorgaben würden das Vorhalten eines solchen Fahrzeuges festschreiben, so die Sozialdemokraten. Wenn Stadträte ihrer Feuerwehr in dieser Sache Prestigedenken unterstellten, lasse dies klar erkennen, welchen Stellenwert die Feuerwehr bei ihnen habe. Die Beschaffung einer "neuen" Drehleiter habe im Übrigen nie zur Diskussion gestanden, man sei immer bestrebt gewesen, eine gebrauchte Leiter, die den technischen Voraussetzungen entspricht, zu erwerben. Aber auch eine gute gebrauchte Leiter koste viel Geld.

Mit immer neuen hanebüchenen Argumenten, meint die SPD Bildstock, werde die Beschaffung der Leiter "seitens dieser Stadträte nun seit einem Jahr blockiert und die gesetzlichen Vorgaben ignoriert". Hierbei würden diese "selbst ernannten Fachleute" so weit gehen, im Stadtrat Friedrichsthal einem Fachmann der Berufsfeuerwehr Saarbrücken die Fachkompetenz abzusprechen, ebenso dem Brandinspekteur des Regionalverbandes. An die Adresse von Anja Wagner-Scheid und Daniel Jung (beide CDU) gerichtet, meint die SPD, diese seien "nicht nur schlecht informiert, sondern sagen auch nicht die Wahrheit". Es sei richtig, dass die Wehr sich eine Stiefelwaschanlage gewünscht habe, auf die Anschaffung habe sie jedoch ,,aus Spargründen" bis heute verzichtet.

"Wir stehen hinter unserem Bürgermeister und unserer Feuerwehr. Gebt endlich dieses Gezanke auf, kommt auf den Boden der Tatsachen zurück und macht den Weg frei, damit der Wehr schnellstens eine Drehleiter zur Verfügung gestellt wird", heißt es abschließend. Letztlich werde mit der Sicherheit der Bürger gespielt, und an diesem Spiel wolle man sich nicht beteiligen.