| 20:11 Uhr

Dramatik pur über 120 Minuten

Ballweiler. 750 Zuschauer sahen am Mittwochabend in Ballweiler ein an Dramatik kaum zu überbietendes Fußballspiel. Im Relegationsspiel um die Quali für die Bezirksliga besiegte der Meister der Kreisliga B Blieskastel, TuS Rubenheim, den Tabellenachten der Kreisliga A Bliestal, SV Rohrbach II, mit 5:4 nach Verlängerung. Zur Pause hatten die Rohrbacher noch mit 1:0 geführt Von SZ-Mitarbeiter Stefan Holzhauser

Ballweiler. 750 Zuschauer sahen am Mittwochabend in Ballweiler ein an Dramatik kaum zu überbietendes Fußballspiel. Im Relegationsspiel um die Quali für die Bezirksliga besiegte der Meister der Kreisliga B Blieskastel, TuS Rubenheim, den Tabellenachten der Kreisliga A Bliestal, SV Rohrbach II, mit 5:4 nach Verlängerung. Zur Pause hatten die Rohrbacher noch mit 1:0 geführt. Nach 90 Minuten hatte es 3:3 gestanden.



"In der ersten halben Stunde spielte meine Mannschaft übernervös", meinte Rohrbachs Trainer Dieter Schmitt. Da aber auch die Rubenheimer zunächst nur wenig Torgefahr ausstrahlten, blieb es beim 0:0. Beim zu diesem Zeitpunkt überraschenden 1:0 des SVR verlängerte Routinier Gerhard Hafner einen weiten Ball mit dem Kopf ins Tor (25.). Rubenheims ansonsten zuverlässiger Schlussmann Thomas Fromm sah in dieser Situation nicht besonders gut aus. Auf der Gegenseite verpasste Johannes Rauch, der per Kopf an Rohrbachs Schlussmann Norman Schmitt scheiterte, das 1:1 (35.). Auch Simon Hauck traf mit seinem Schuss nicht ins Tor (44.).

Im zweiten Durchgang nahm dann das Spiel richtig Fahrt auf. 54 Minuten waren gespielt, als Rohrbachs Mathias Hüther über den Ball trat und Rauch mit dem Ausgleich zur Stelle war. Nur drei Minuten später ließ Simon Hauck mit einem Schuss ins rechte Eck das 2:1 für den TuS folgen. Der eingewechselte Rubenheimer Jan Büchle verpasste mit seinem Kopfball nur haarscharf das Tor (70.). Besser machte es Rohrbachs Björn Grünewald, der nach einer Kopfballvorlage von Hafner zum 2:2 zur Stelle war (75.).

Mit einem Freistoß, der im Torwarteck einschlug, holte Dominik Kaschube die Führung für den B-Ligisten zurück (80), ehe nur wenige Sekunden danach Martin Wunn nach einer Hereingabe von Florian Neumann mit dem Kopf das 3:3 gelang.

In der Verlängerung verschoss ausgerechnet Kaschube, der in der kommenden Saison das Rohrbacher Trikot trägt, einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter, der über das Tor strich (96.). Im Nachsetzen gelang dann aber Büchle doch noch das 4:3 für Rubenheim (101). Acht Minuten später ließ Sebastian Hauck das 5:3 folgen. Für Rohrbach reichte es nur noch zum 4:5-Anschlusstreffer durch Neumann (112.). Neumann, Hafner und Dirk Schnur ließen weitere Chancen aus.

Nach dem Schlusspfiff kannte beim TuS Rubenheim der Jubel keine Grenzen mehr. Im eigenen Sportheim wurde der Aufstieg in die Bezirksliga bis in die frühen Morgenstunden hinein ausgelassen gefeiert. Nur Trainer Jochen Graf konnte sich als Lehrer am nächsten Tag keinen Urlaub holen. "Ich bin natürlich überglücklich. Künftig spielen wir gegen Vereine wie die SF Walsheim oder den SV Gersheim, die zuvor noch zwei Klassen über uns antraten", so Graf.

Dagegen trifft Rohrbach am Montag um 15 Uhr in Blieskastel auf den Sieger des Spiels SV Altstadt gegen den SV Wahlschied und kann sich dabei durch einen Sieg für ein weiteres Relegationsspiel am Mittwoch qualifizieren. Dann könnte der Gegner Hoof-Osterbrücken, Namborn, Primstal II oder Sotzweiler heißen.

"Künftig spielen wir gegen Vereine, die zuvor noch zwei Klassen über uns antraten."

TuS Trainer

Jochen Graf